Kempten/Oberallgäu | 31.05.2010

Bald neue Förderklassen der KfW
Die KfW-Förderbank schraubt die Anforderungen an die Energieeffizienz von Wohngebäuden ab dem 1. Juli weiter nach oben. Der Weg geht hin zu Passivhaus und Plus-Energie-Haus.
Für die höchsten Förderstufen werden die neuen Standards „KfW-Effizienzhaus 40“ beim Neubau und „KfW-Effizienzhaus 55“ bei Neubau und Sanierung eingeführt. Gleichzeitig wird die Förderung für „Effizienzhaus 85“ beim Neubau und „Effizienzhaus 130“ bei der Sanierung eingestellt.
„Dadurch wird der Ansporn für Hausbesitzer und Bauherren jetzt natürlich noch größer, die besten Energiestandards anzustreben“, sagt eza! -Geschäftsführer Martin Sambale. Er sieht mit der neuen Einteilung der Förderklassen den Weg zum Passivhaus vorgezeichnet, auch den Weg weiter zum Plus-Energie-Haus, einem Gebäude das mehr Energie erzeugt als es verbraucht. Das gelte auch bei Sanierungen.
Die neuen Standards
Das „Effizienzhaus 55“ benötigt nach der Definition der KfW nur 55 Prozent der Primärenergie eines vergleichbaren Hauses nach den heute gültigen Vorgaben (der Energieeinsparverordnung) für Neubauten. Diese Vorgaben erfüllt auch der Passivhausstandard. Ein solches Gebäude hat immer eine sehr gute Wärmedämmung, Dreischeibenverglasung und eine effiziente Haus- und Heizungstechnik mit Komfortlüftung.
Noch besser ist das „Effizienzhaus 40“, das mit nur 40 Prozent der Primärenergie eines vergleichbaren Hauses nach den heute gültigen Vorgaben für Neubauten auskommt. Hier sind genauso sehr gute Wärmedämmung, Dreischeibenverglasung und Komfortlüftung notwendig. Als i-Tüpfelchen ist, um diesen Standard zu erreichen, aber auch noch die Nutzung erneuerbarer Energien erforderlich.
Neueinteilung für alle Anträge nach dem 1.Juli
Die Neueinteilung der Förderstufen betrifft alle, die ihren Förderantrag erst nach dem 1. Juli bei der KfW-Förderbank in deren verschiedenen Förderprogrammen einreichen. Detaillierte Informationen zu allen Förderprogrammen gibt es in der Förderdatenbank unter www.eza-foerderung.de oder in allen Allgäuer Energieberatungsstellen und bei eza! unter 0831-9602860.
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