Kempten/Oberallgäu | 10.08.2010

Foto: Neue Heimat Tirol/Fiby
2012 stehen in Innsbruck die ersten Olympischen Jugendwinterspiele in der Sportgeschichte an. Das Olympische Dorf wird zum ersten Mal komplett aus Passivhäusern bestehen.
Innsbruck freut sich auf die ersten Olympischen Jugendwinterspiele 2012. Das Planungsbüro Herz & Lang freut sich über einen ganz besonderen Großauftrag. Als beauftragte Passivhaus-Consulting-Firma kommt Herz & Lang bei der Entstehung des Olympischen Dorfes eine zentrale Rolle zu. Herz & Lang ist ein Spezialist für energieeffizientes Bauen mit Sitz in Weitnau.
Olympische Jugendwinterspiele: 1000 Nachwuchssportler
Bei den olympischen Jugendwinterspielen werden 1000 Nachwuchssportler im Alter von 14 bis 18 Jahren aus 70 Nationen erwartet. Für diese werden werden derzeit dreizehn Gebäude mit rund 450 Wohneinheiten in Passivhaus-Bauweise errichtet.
Olympische Jugendwinterspiele: Gleich zwei Premieren
Es werden die ersten Olympischen Jugendwinterspiele in der Sportgeschichte sein. Umso stolzer ist man bei Herz & Lang, einen wichtigen Teil zur Premiere beitragen zu können.
Enger Zeitplan für den Bau des Olympischen Dorfs
Die vorgegebene Bauzeit ist für ein Projekt dieser Größenordnung extrem kurz. Im Dezember 2009 waren die Bagger angerollt und bereits für Oktober 2011 ist die Übergabe vorgesehen. "Der enge Zeitrahmen stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen", erklärt Florian Lang. Lang ist einer der beiden Geschäftsführer des Oberallgäuer Planungsbüros. Umso wichtiger sei es, die Abläufe von vornherein gut abzustimmen. Das ist eine der Aufgaben von Herz & Lang. "Wir perfektionieren die Planung sowie die Umsetzung in energetischer Hinsicht", erläutert Florian Lang. Zudem haben er und seine Mitarbeiter den Handwerkern der beteiligten Firmen Workshops gegeben. Die Workshops haben darauf vorbereitet, was es heißt auf Passivhaus-Niveau zu bauen. "Die Anforderungen sind im Vergleich zum konventionellen Hausbau viel höher." Das weiß Florian Lang, der auch noch für den Bereich Qualitätsmanagement verantwortlich ist.
Neue Heimat Tirol: Auf Qualität bedacht
Bauträger ist die Neue Heimat Tirol (NHT). NHT ist der größte Hausverwalter im Bundesland Tirol und ein innovatives Unternehmen noch dazu. Im Geschossbau wird häufig noch auf die kurzfristig billigste Lösung gesetzt, erklärt Lang. Doch die Neue Heimat Tirol mit Professor Dr. Klaus Lugger und Diplom-Ingenieur Alois Leiter an der Spitze lege größten Wert auf Qualität und Nachhaltigkeit. Das neue Olympische Dorf in Innsbruck ist nicht der erste Beweis dafür. Im Innsbrucker Lodenareal errichtete die Neue Heimat Tirol vier Gebäudekomplexe mit insgesamt 354 Wohneinheiten. Dies geschah ebenfalls unter Aufsicht der Herz & Lang-Experten. Dabei handelt es sich um das derzeit größte zertifizierte Passivhaus-Projekt der Welt. Lang lobt die Verantwortlichen der NHT mit Blick auf die steigenden Energiepreise: "Auch hier wurde verantwortungsvoll mit öffentlichen Geldern umgegangen." Weiter sagt er: "Es wird Zeit, dass auch in Deutschland erkannt wird, welch Energieeinsparpotenzial im Geschossbau steckt." Die Wohnungen im Olympischen dort sollen nach Ende der Spiele verkauft oder vermietet werden.
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