Deutsche Bahn AG

„Allgäuer Hochalpen" gewinnen Natur-Preis

Kempten/Oberallgäu | 07.09.2010

Delegation wird in Düsseldorf geehrt
Delegation wird in Düsseldorf geehrt

Platz 1 für den Steinadler: Das Naturschutzgebiet „Allgäuer Hochalpen“ ist mit dem „Fahrtziel Natur-Award 2010“ ausgezeichnet worden. Das artenreichste Gebirge Deutschlands, rund um den Bad Hindelang, setzte sich im „Finale“ durch.

Finalgegner waren der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und der Naturpark Lüneburger Heide. Teilnahmeberechtigt waren die 17 deutschen Großschutzgebiete der Kooperation „Fahrtziel Natur“. Sowie alle deutschen Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservate. Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert. 2009 wurde sie von der Deutschen Bahn AG sowie den drei großen Umweltverbänden BUND, NABU und VCD ins Leben gerufen worden.

Bei dem Wettbewerb geht es im Kern um:

Es sollen nachhaltige Mobilitätslösungen und touristische Projekte in den Schutzgebieten gefördert und verknüpft werden. Ferner sollen kreative und funktionierende Konzepte herausgestellt werden.

Schutzgebietsbetreuer Henning Werth vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV):

„Das ist eine große Anerkennung für die ganze Region. Ich denke, dass die Artenvielfalt im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen den Ausschlag für unseren Sieg gegeben hat. Unsere enge Zusammenarbeit zwischen Naturschutz, Tourismus und dem Öffentlichen Personennahverkehr wird aber auch eine wichtige Rolle gespielt haben. Das Projekt ‚Bad Hindelang PLUS' bringt alle diese Komponenten zusammen.

Bad Hindelang bietet zahlreiche Attraktionen zum Nulltarif

Seit Mai wird dies vom Projekt „Bad Hindelang PLUS – Urlaub ohne Nebenkosten“ ermöglicht: Auf einer gratis erhältlichen elektronischen Gästekarte sind 17 Freizeitleistungen gespeichert. Gäste von 225 Übernachtungsbetrieben können diese kostenlos nutzen. Zu dem Paket zählen insbesondere freie Fahrten mit Bergbahnen und Bussen. Beispielsweise die Gratisfahrt mit dem Giebelhaus-Bus in das Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen. Dort können sogar echte Steinadler beobachtet werden. „Der Steinadler ist so etwas wie unser Zugpferd. Mit ihm versuchen wir weitere Themen rund um die enorme Artenvielfalt im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen zu kommunizieren. Denn nur, wenn man etwas kennt und schätzt, ist man bereit, es zu schützen“, so Biologe Henning Werth. Gemeinsam mit Bad Hindelangs Kurdirektor Max Hillmeier sowie dem Leiter des Öffentlichen Personennahverkehrs Oberallgäu, Roland Merkle, nahm Henning Werth in Düsseldorf die Auszeichnung entgegen.

1. Preis sorgt bei Naturschützer Werth für eine kleine Überraschung:

„Wir haben uns gegen Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservate durchgesetzt, die über wesentlich größere Ressourcen verfügen.“ Seit 2003 werden Gebietsbetreuer in Bayern installiert. Das ermöglicht die Förderung der Stiftung Naturschutzfonds und die des Europäischen Sozialfonds ESF. Die Auszeichnung ist ein weiterer Meilenstein dieses einzigartigen Ansatzes, den es nur in Bayern gibt.

Kommunikationspaket der Deutschen Bahn AG – eine großartige Gelegenheit

Mit den 25.000 Euro sollen nachhaltige Aktivitäten im Naturschutzgebiet und der Region gezielt beworben werden. Kurdirektor Max Hillmeier bezeichnet die Auszeichnung als „Anerkennung und Herausforderung zugleich: Die Entscheidung der Jury zeigt, dass es von fundamentaler Bedeutung war, den Öffentlichen Personennahverkehr in das Projekt ‚Bad Hindelang PLUS' besonders stark mit einzubinden. Damit haben wir deutlich signalisiert, dass uns nicht nur der Tourismus, sondern vor allem der Schutz unserer großartigen Natur sowie die Reinhaltung unserer sehr gesunden Luft wichtig ist“.

Bad Hindelanger Luft gehört zu Güteklasse 1

Dies haben Tests mehrfach bestätigt. Um die Luftqualität zu dokumentieren, wurde eine Messstelle errichtet. Diese befindet sich im Oberjoch. Die Messstelle wurde im Frühjahr im Rahmen des Lufthygienischen Landesüberwachungssystems Bayern ausgestattet. Bayerns Gesundheitsminister Dr. Markus Söder eröffnete die Messstation. Nahe der „Alpenklinik Santa Maria“ wurde sie installiert. Die Luft in Oberjoch gilt als die beste in Deutschland. Der Ort gilt als Mekka für Allergiker. Die Region ist völlig frei von Hausstaubmilben, Feinstaub und Schimmelpilzsporen. Pollen kommen nur sehr bedingt vor.
Gesundheitshotels- und Gesundheitsspezialisten nutzen diese Möglichkeiten schon länger zu Heilung und Prävention – mit Angeboten von Wellness-Urlaub über Kneippkuren bis hin zu „Ferien von der Allergie“.

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