Kaufbeuren/Ostallgäu | 04.02.2011
Große Unternehmensberatungen schließen sich wegen dem zunehmenden Wettbewerb immer mehr zusammen. Derweil greifen Unternehmen gerne auf interne Berater zurück.
Nach Aussage des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. (BDU) besteht in der Managementberatungs-Branche in Deutschland seit einigen Jahren ein gewisser Trend: große Unternehmensberatungen verspüren zunehmenden Druck, sich zusammenschließen, um im globalen Wettbewerb Skalen- und Synergieeffekte nutzen zu können. Kleinere und mittelgroße Beratungsunternehmen dagegen tendieren zur Spezialisierung, damit sie sich gegen die Konkurrenz behaupten können.
Interne Berater werden zu Konkurrenz für Managementberatung
Seit einigen Jahren ist ein weiterer Trend zu beobachten: der verstärkte Einsatz von Inhouse Consultants. Unternehmenseigene, interne Berater entwickeln sich immer häufiger zu ernst zu nehmenden Wettbewerbern der etablierten (externen) Anbieter von Managementberatung. Daher hat sich Lünendonk in der Lünendonk®-Studie „Status quo und Positionierung von Inhouse Consulting Einheiten 2010“ detailliert mit diesem Thema beschäftigt. Die Studie analysiert die Antworten von 19 Auftragnehmern und vier Auftraggebern von Inhouse Consulting Einheiten (ICE) in Deutschland.
Interne Consultants kennen sich im Unternehmen aus
Lünendonk bat die Befragungsteilnehmer unter anderem, Erfolgsfaktoren des Inhouse Consulting anhand einer Skala von -2 = „trifft nicht zu“ bis +2 = „trifft voll zu“ zu beurteilen. An erster Stelle platzierten die analysierten Unternehmen die Kenntnis des eigenen Unternehmens und der Unternehmenskultur (1,87). ICE sind als Teil der Organisation gut mit den internen Prozessen sowie formalen und informellen Strukturen vertraut, die großen Einfluss auf den Erfolg des Projekts nehmen können. Direkt mit diesem Umstand verbunden sind kurze Anlauf- und Einarbeitungszeiten bei einem Projektstart (1,39), da bereits im Vorfeld internes Wissen vorhanden ist.
Atmosphäre des Vertrauens
Die enge Verbundenheit mit dem Kunden erleichtert es den ICE zudem, die Bedürfnisse der Stakeholder genau einzuschätzen und im Verlauf des Projekts zu berücksichtigen. Dies erzeugt eine Atmosphäre des Vertrauens, die besonders in kleineren und mittelgroßen Betrieben zum Tragen kommt. Bei größeren Unternehmen ist es dagegen nicht selten, dass ein Mitarbeiter noch nie mit der ICE zusammengearbeitet hat.
Geringerer Kostenaufwand als schlagkräftiges Argument
Als drittwichtigster Vorteil wird die Reduktion von Beratungskosten durch niedrigere Tagessätze oder gar den Wegfall von internen Beratungskosten (bei Leistungsverrechnung im Umlageverfahren) genannt (1,13). Besonders in der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise 2009 griffen Unternehmen deshalb häufiger auf ICE zurück; doch auch im Aufschwung wird dieses Potenzial genutzt, um ein Unternehmen nachhaltig auf künftige Herausforderungen vorzubereiten.
Alles unter einem Dach
Jeweils leicht über dem Wert 1,0 lagen die Bewertungen für den internen Best-Practice-Transfer sowie den Verbleib vertraulicher Informationen und von Know-how im Unternehmen. Besonders für größere Unternehmen und Spezialisten sind diese Vorteile vielleicht sogar entscheidend. Hier spielen auch die immer stringenteren Regelungen zu Datenschutz und Compliance eine übergeordnete Rolle.
Vom Reißbrett bis zum Start
ICE werden zudem wegen der Möglichkeit geschätzt, ein Projekt vom Reißbrett bis zum Start zu begleiten – und darüber hinaus. Der Kunde kann auch nach Beendigung eines Projekts aufgrund der Unternehmenszugehörigkeit zumindest theoretisch jederzeit auf die Inhouse Consultants zurückgreifen. Ins Gewicht fällt dies vor allem dann, wenn nach dem Projektstart Beratungsbedarf auftritt.
Die detaillierte Studie „Status quo und Positionierung von Inhouse Consulting Einheiten 2010“ ist bei der Lünendonk GmbH zum Preis von 2.400 Euro (inklusive Versand, zuzüglich Mehrwertsteuer) erhältlich.
Über Lünendonk
Die Lünendonk GmbH, Gesellschaft für Information und Kommunikation (Kaufbeuren), untersucht und berät europaweit Unternehmen aus der Informationstechnik-, Beratungs- und Dienstleistungs-Branche.
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