Lünendonk

Umsatzrückgang bei deutschen Facility-Management-Unternehmen

Kaufbeuren/Ostallgäu | 30.07.2010

Umsatzrückgang bei deutschen Facility-Management-Unternehmen
Umsatzrückgang bei deutschen Facility-Management-Unternehmen

Facility-Management-Unternehmen in Deutschland müssen einen Negativ-Rekord beim Umsatzrückgang hinnehmen. Das fand die aktuelle Lünendonk®-Studie heraus.

Nicht nur Preisdruck und sinkende Nachfragen sind ein Problem für die Teilnehmer der Lünendonk®-Studie 2010 „Führende Facility-Management-Unternehmen für infrastrukturelles und technisches Gebäudemanagement in Deutschland“. Auch Insourcing - Tendenzen sind ein Thema. So haben im Jahr 2009 einige Kunden ihre internen Facility-Management-Einheiten (FM) stärker eingesetzt als im Vorjahr. 2009 erbrachte jeder fünfte Studienteilnehmer mehr als 50 Prozent seiner FM-Leistungen intern (2008: 16,7 Prozent). Zudem griffen einige Kunden auch auf andere freie Kapazitäten zurück.

Weniger Zusatzgeschäft

Die FM-Dienstleister beklagen demnach einen Rückgang im so genannten Zusatzgeschäft – außerhalb des Facility-Management-Vertrags (FM). Da die Teilnehmer der Lünendonk®-Studie das Insourcing (Wieder-Eingliederung von zuvor ausgelagerten Prozessen in das Unternehmen) für ein temporäres Phänomen halten, messen sie diesem Thema für das laufende Geschäftsjahr keine große Bedeutung bei.

„Outsourcing wird wieder zunehmen“

„Im Hinblick auf das Jahr 2010 rechnen die Studienteilnehmer zwar mit ähnlichen Tendenzen wie 2009“, sagt Antonia Thieg, Beraterin Lünendonk GmbH und verantwortlich für die Facility-Management-Studie. „So soll der Anteil der Unternehmen mit überwiegend captiven (internen) Umsätzen leicht von 20,0 auf 20,5 Prozent steigen.“ Dies bedeutet jedoch nicht, dass aufgrund der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise die Kundenunternehmen auf Insourcing setzen. Vielmehr wird ab 2011 die Fremdvergabe steigen, und auch interne FM-Einheiten werden verstärkt auf dem Drittmarkt anbieten. Thieg hierzu: „Auch Outsourcing wird wieder zunehmen.“

Negativrekord: 29 Prozent verzeichnen Umsatzrückgang

Die beschriebenen Tendenzen haben unterschiedliche Auswirkungen auf die Geschäftszahlen der FM-Unternehmen. Erstmals seit Beobachtung des FM-Marktes durch Lünendonk im Jahr 2004 melden 29 Prozent der Studienteilnehmer einen Umsatzrückgang. Im Jahr 2008 waren es nur elf Prozent. Auch der Anteil von Unternehmen mit einer Umsatzsteigerung zwischen 0 und 2,5 Prozent stieg von 19 auf 31 Prozent. Dementsprechend ging der Anteil der FM-Anbieter in den Umsatzsteigerungsgruppen 5 bis 10 Prozent von 21 auf 13 Prozent sowie von 10 bis 20 Prozent von 19 auf 11 Prozent zurück. Lediglich zehn der 80 Befragten weisen ein Wachstum von mehr als 20 Prozent aus, jedoch überwiegend aus anorganischen Gründen (12,5%). Im Jahr 2008 lag der Wert noch bei 17 Prozent.

Die detaillierte Lünendonk®-Studie über den deutschen Facility-Management-Markt, in die 80 Unternehmen einbezogen wurden, ist ab sofort zum Preis von 1.800,- Euro (zzgl. Mehrwertsteuer, inklusive Versand als PDF-Datei) bei der Lünendonk GmbH unter der Webadresse www.luenendonk.deverfügbar.

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