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Ostallgäuer Organisation entsendet Team nach Chile

Kaufbeuren/Ostallgäu | 01.03.2010

humedica entsendet Team nach Chile humedica entsendet Team nach Chile

humedica leistet im Erdbebengebiet Haiti intensive medizinische Hilfe - jetzt ist ein Ersteinsatzteam auf dem Weg nach Chile, das vor zwei Tagen ebenfalls von einem wuchtigen Erdbeben mit einer Stärke von 8.8 auf der Richterskala heimgesucht wurde.

Die offizielle Anzahl der Todesopfer liegt mittlerweile bei mehr als 700 - Chiles Präsidentin Michelle Bachelet sagte im Fernsehen, dass die Zahl der Opfer noch weiter steigen könne. Sie appellierte an die Bevölkerung, Ruhe zu bewahren. In einigen Landesteilen fiel die öffentliche Grundversorgung aus, Krankenhäuser wurden evakuiert.

Aufgrund der zunehmenden Plünderungen verhängte Bachelet den Ausnahmezustand in den Regionen Bíobío und Maule, in denen auch die Großstadt Conceptión liegt. Es sind 10.000 Soldaten im Einsatz. In der nächsten Zeit sollen Lebensmittel, Medikamente und Decken verteilt werden. Viele Straßen und Brücken sind allerdings beschädigt oder zerstört und daher unpassierbar.

Schnelle Hilfe im Katastrophengebiet

Innerhalb weniger Minuten nach dem Beben war in der humedica-Hauptzentrale die Entscheidung gefallen, eine Hilfsmannschaft zu entsenden, die unter Leitung des Koordinators Markus Köhler und des humedica-Geschäftsführers Wolfgang Groß, der unmittelbar von Haiti nach Chile aufgebrochen ist, im Katastrophengebiet tätig sein wird.

Wie bereits in Haiti werden der erfahrene Katastrophenmediziner Prof. Dr. Dr. Bernd Domres (Tübingen) und die ebenfalls erst vor wenigen Wochen heimgekehrte Ärztin Irmgard Harms (Nesselwang) im Einsatz sein. Unterstützung erhalten sie von der Krankenschwester Esther Waßmuth und zwei weitere Helfern, die sich schon auf den Weg in die chilenische Hauptstadt machten. Dort erwartete sie Vertreter der Partnerorganisation Kindernothilfe e. V. (Duisburg); ähnlich wie auch in Haiti wird humedica die Katastrophenhilfe gemeinsam mit der Kindernothilfe umsetzen.