Kaufbeuren/Ostallgäu | 24.05.2010

Kaufbeurer Unternehmen analysiert tschechische Branche
Der tschechische Markt für Informations- und Kommunikations-Technik (IKT) gehört zu den aufstrebenden Märkten in Europa – dies wurde in einer Studie der Lünendonk GmbH aus Kaufbeuren deutlich.
Im Vergleich der Länder Mittel- und Osteuropas untereinander weist die tschechische Branche den höchsten Reifegrad auf. Bei einer Exportquote von über 70 Prozent wirkt sich die Finanz- und Wirtschaftskrise enorm auf die noch junge Nation aus.
Tschechischer IKT-Markt knüpft an Wachstum der Vorjahre an
Die Tschechische Republik spürt aber auch die Abschwächung der Krise: Produktion und Investitionen befinden sich wieder im Aufwind. Dies schlägt sich auch im tschechischen Informations- und Kommunikations-Technik (IKT)-Markt nieder, der im Begriff ist, an das in den Jahren vor der Krise kontinuierliche Wachstum anzuknüpfen. Dies ist ein Ergebnis des fünften Länderberichts Tschechien der Lünendonk GmbH, Kaufbeuren.
Unterstützt wird das Wachstum besonders durch die Europäische Union. Tschechien, im Zuge der EU-Osterweiterung im Jahre 2004 beigetreten, bezieht aus Brüssel substanzielle Fördergelder, die unter anderem auch in den Ausbau der nationalen IKT-Infrastruktur fließen.
Haupthandelspartner Deutschland
Der Tiefpunkt der Finanz- und Wirtschaftskrise scheint in Tschechien überstanden zu sein, zeigte das BIP doch bereits im 2. und 3. Quartal 2009 wieder Wachstum. Als stark exportorientierte Nation ist Tschechien jedoch darauf angewiesen, wie sein Haupthandelspartner Deutschland und das restliche Europa aus der Krise hervorgehen.
„Aufgrund seiner zentralen geografischen Lage eignet sich Tschechien hervorragend als Sprungbrett in die IKT-Märkte Mittel- und Osteuropas“, urteilt Thomas Lünendonk, Inhaber der Lünendonk GmbH. „Das moderate Lohnniveau sowie steigende Absolventenzahlen in IKT-relevanten Studienfächern bilden eine stabile Basis für Outsourcing und Softwareentwicklung.“
IT-Dienstleistungen im Aufwind
Insbesondere IT-Services verzeichneten in den letzten Jahren innerhalb Tschechiens ein stabiles Wachstum. Diese Leistungen wuchsen 2008 noch um acht Prozent; trotz der Krise fiel dieser Wert 2009 nur wenig. Der IT-Services-Markt soll bis 2013 um jährlich sechs Prozent auf etwa zwei Milliarden US-Dollar anwachsen.
Auch die Softwareentwicklung hatte in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Aktuell verlangsamt sich der Zuwachs allerdings: 2009 stieg das Marktvolumen um drei Prozent gegenüber 2008 auf knapp eine Milliarde US-Dollar. Dieser Trend dürfte sich aufgrund von Investitionsrückstellungen fortsetzen. Weiterhin ist in Tschechien Software-Piraterie überdurchschnittlich verbreitet.
Information
Der aktuelle Lünendonk®-Länderbericht 5 „Tschechien“ umfasst rund 60 Seiten und ist ab sofort bei der Lünendonk GmbH für 490 Euro erhältlich. Weitere Informationen sind unter www.luenendonk.de abrufbar.
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