Kaufbeuren/Ostallgäu | 08.06.2010

Jörg Hossenfelder, Geschäftsführender Gesellschafter der Lünendonk GmbH
Die Lünendonk®-Liste 2010 für die führenden Facility-Management-Unternehmen in Deutschland ist erschienen. Inhalt: 2010 wird für die Unternehmen zum Härtetest, der Druck von Kunden nimmt zu und die Mindestlohndebatte prägt die Branche.
Die Wirtschaftskrise hinterlässt im Dienstleistungsmarkt deutliche Spuren: Erstmals seit Beobachtung des Facility-Management-Marktes (FM) durch die Lünendonk GmbH aus Kaufbeuren sind die 25 führenden Service-Anbieter in Deutschland nur im mittleren einstelligen Prozentbereich gewachsen. Nach Rekordanstiegen von 10,9 Prozent und 12,5 Prozent in den Jahren 2007 und 2008 erzielten die Top 25 der Lünendonk®-Liste 2010 im zurückliegenden Geschäftsjahr ein durchschnittliches Wachstum von 5,1 Prozent. Für das leicht positive durchschnittliche Gesamtwachstum sorgten die starken Zuwächse von Sodexo (+49,6%) und Johnson Controls (+27,3%). Auch Gegenbauer (+12,2%), RGM (+10,7%) und Lattemann & Geiger (+10,1%) legen zweistellig zu.
Geschäftsjahr 2010 wird zum Härtetest
„Es ist zu erwarten, dass die Krise die Branche im laufenden Jahr 2010 am stärksten belasten wird“, sagt Jörg Hossenfelder, Geschäftsführender Gesellschafter der Lünendonk GmbH. „Der FM-Markt reagiert postzyklisch, so dass sich gesamtwirtschaftliche Entwicklungen erst mit etwa eineinhalb Jahren Verzögerung abbilden. Das aktuelle Geschäftsjahr wird deshalb zum Härtetest für die FM-Anbieter.“
Bilfinger Berger Facility Services weiterhin Marktführer
Die aktuelle, traditionell nach Inlandsumsatz sortierte Lünendonk®-Liste 2010 dokumentiert eine Reihe von Veränderungen: Dussmann erreicht mit 893 Millionen Euro Platz 2 und liegt direkt hinter dem Marktführer Bilfinger Berger Facility Services. Strabag Property and Facility Services büßt Umsatz ein und liegt mit 844 Millionen Euro auf Rang 3, gefolgt von der Compass Group (649 Mio. Euro). Mit einem Inlandsumsatz von 601,3 Millionen Euro komplettiert mit Hochtief Facility Management ein drittes Tochterunternehmen eines Baukonzerns die Top 5.
Auslandsumsatz nimmt zu
Zusätzlich zu ihren Umsätzen mit Kunden im deutschen Inland erzielten 16 der Top-25-Unternehmen in 2009 Auslandsumsätze in Höhe von rund 1,7 Milliarden Euro (2008: 1,5 Mrd. Euro). Das entspricht einer durchschnittlichen Exportquote an den Gesamtumsätzen von 17 Prozent. 1,4 Milliarden Euro der Auslandsumsätze entfallen auf die Top 10, wenngleich in dieser Analysegruppe diese Umsätze leicht rückläufig sind.
Mindestlohndebatte prägt Branche
„Innerhalb der Branche herrscht sowohl auf Arbeitgeber- als auch auf Arbeitnehmerseite hohes Einvernehmen im Hinblick auf gesetzliche Mindestlöhne“, sagt Geschäftsführer Hossenfelder. „Denn wenn Ende April 2011 die Beschränkung der Arbeitnehmerfreizügigkeit ausläuft, können Unternehmen aus der EU in allen anderen EU-Ländern Leistungen anbieten.“
Die detaillierte Lünendonk®-Studie über den deutschen Facility-Management-Markt, in die 80 Unternehmen einbezogen wurden, legt die Lünendonk GmbH im Juli 2010 zum Preis von 1.800 Euro vor (zzgl. Mehrwertsteuer, inklusive Versand als PDF-Datei).
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