Kaufbeuren/Ostallgäu | 13.01.2012
Bis zum Jahresende 2011 konnten die Kommunen Anträge für den Ausbau des schnellen Internets bei der Regierung von Schwaben stellen. Spätestens seit diesem Stichtag ist klar: Das Engagement des Landkreises Ostallgäu und seiner Städte, Märkte und Gemeinden hat sich gelohnt.
29 Kommunen haben bis Ende 2011 Ausbau-Maßnahmen bei der Regierung von Schwaben beantragt. Die Kommunen investieren dabei mehr als 2,2 Mio. € in die Ausbau-Maßnahmen. Von der Regierung von Schwaben wurden rund 2,1 Mio. € Fördermittel bewilligt. Der Landkreis stellt insgesamt über 4,3 Mio. € aus öffentlichen Mitteln bereit. Mit dem Geld werden Infrastruktur-Maßnahmen für den Ausbau des Breitband-Internets gefördert.
Landrat Fleschhut zum Breitbandausbau
Aus Sicht von Landrat Johann Fleschhut waren die Bemühungen zum Breitbandausbau erfolgreich: „Der Landkreis Ostallgäu hat mit der Erstellung der Planungs- und Machbarkeitsstudie die nötige Basis zu Verfügung gestellt. Dank des Engagements der Kommunen und der guten Zusammenarbeit mit der Regierung von Schwaben haben wir es gemeinsam geschafft, die für die Konkurrenzfähigkeit des ländlichen Raums so wichtige Kommunikations-Technik spürbar für zahlreiche Bürger und Unternehmen im Ostallgäu zu verbessern.“
Planungs- und Machbarkeitsstudie durchgeführt
Für die Region erstellte man, mit dem Großteil der Kommunen, eine Planungs- und Machbarkeitsstudie. Bereits 2009 hatte sich der Landkreis Ostallgäu, als einer der Ersten in Bayern, hierzu entschieden. Die Planungs- und Machbarkeitsstudie wurde schließlich Ende des Jahres 2010 fertiggestellt. Diese schuf die nötigen Planungsgrundlagen für den konkreten Ausbau in den einzelnen Kommunen.
Einige Kommunen haben schon schnelle Internetverbindungen
Lediglich vier Gemeinden des Ostallgäus haben danach keine konkreten Schritte unternommen. Diese waren bereits schon mit guten Übertragungsraten versorgt. Alle anderen Kommunen im Ostallgäu haben sich mit der Thematik intensiv beschäftigt. Die Bürger und Unternehmen sollen mit schnelleren Internetverbindungen versorgt werden.
Über den Breitbandausbau im Ostallgäu
Landkreisweit kamen unterschiedliche Anbieter und Techniken zum Zuge. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom oder mit LEW-Telnet wurden die neuen Glasfaserverbindungen verlegt. Aber auch die Funklösungen der Firma AllgäuDSL aus Wertach konnten die Gemeinden nutzen. In 12 Kommunen des Ostallgäus sind die Ausbauarbeiten bereits abgeschlossen. Der Rest folgt in diesem Jahr.
Ostallgäu noch nicht vollständig mit schnellen Internetverbindungen versorgt
Allen Beteiligten ist jedoch klar: Auch nach dem Ende der Förderung durch den Freistaat Bayern bleibt die Verbesserung der Internetinfrastruktur ein Dauerthema. Denn noch immer gibt es im Landkreis unterversorgte Gebiete. Die zukunftsträchtigste Technik, das Glasfaserkabel, konnte noch längst nicht in allen Gemeinden realisiert werden. Deshalb wird es zukünftig zunehmend bedeutsam, die vorhandenen Glasfaserleitungen zwischen den Kommunen besser zu vernetzen. Daher müssen bei anstehenden Tiefbaumaßnahmen im Straßen- oder Radwegebau Leerrohre für zukünftige Glasfaserkabel verleg werden. Diese Leerohrplanung wird bereits bayernweit über den Grabungsatlas Bayern erfasst.
Informationen gibt es hierzu unter www.geoportal-bayern.de
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