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„Die Urkunde ‚Meisterhaft‘ zeichnet Spitzenleistungen im Handwerk aus. Diese Urkunden berechtigen Sie, das Label ‚Meisterhaft‘ in der jeweiligen Kategorie, für die sie sich mit viel Aufwand und Einsatz qualifiziert haben, bis zum 31. März 2013 zu führen“, sagte Josef Ambros, Obermeister der Zimmerer-Innung Ostallgäu. Auf der „Meisterhaft – Re-Zertifizierung 2011“ auf dem Nebelhorn wurden die Urkunden verliehen. Versammelt waren alle Allgäuer Zimmerer-Innungen, Memmingen-Mindelheim, Lindau, Kempten, Oberallgäu und Ostallgäu. Spitzenleistungen der Betriebe des Allgäuer Zimmererhandwerks auch auf der Spitze des Allgäus zu verleihen, sei sicherlich ein sehr würdiger Rahmen für dieses Ereignis, betonte Ambros.
Problem: immer mehr Quantität statt Qualität
Im Jahr 2005 habe sich die Arbeitsgemeinschaft der Allgäuer Zimmerer-Innungen der Qualitätsoffensive „Meisterhaft – Bauen mit Meisterqualität“ des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes e.V. (ZDB) angeschlossen. In ihren Reihen wurde diese konsequent umgesetzt. Ausschlaggebend sei die mehrfache Novellierung der Handwerksordnung gewesen. Dies habe insbesondere auch dem bis dahin sehr guten Image des Meistertitels geschadet. „ Mit der letzten Novellierung von 2004 scheint die Handwerksordnung ihren Charakter des Verbraucherschutzes verloren zu haben. Qualität ist nachrangig. Die Quantität ist vorrangig geworden“, beklagte Ambros.
Wichtige Initiative zur Orientierung von Bauinteressierten
Es liege daher am Handwerk, eine neutrale Beratungsinstanz zu schaffen: „Wir, die Innungsbetriebe, müssen für Vertrauen und Sicherheit stehen“. „Meisterhaft“ sei deshalb eine wichtige Initiative zur Orientierung von Bauinteressierten, die von einem Handwerksbetrieb wissen wollen, was sie erwarten können, die kompetente Anbieter wollen, die ihre Wünsche umsetzen, sagte Ambros. Mit „Meisterhaft“ habe der ZDB seit 2005 ein der Sterne-Bewertung im Hotel- und Gaststättengewerbe vergleichbares Label geschaffen.
„Meisterhaft“-Label kann nicht einfach erworben oder gekauft werden
Auch der Vizepräsident der Handwerkskammer für Schwaben, Hans-Peter Rauch, betonte in seinem Grußwort die Bedeutung des „Meisterhaft“-Labels. Dieses könne nicht einfach erworben oder gekauft werden. Die Betriebe müssten durch die Zertifizierung beweisen, dass sie wirklich „meisterhaft“ sind. Andrea Haupt vom Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks überreichte gemeinsam mit Hans-Peter Rauch die Urkunden. Sie konnte dazu noch das positive Ergebnis der Re-Zertifizierung bekannt geben: Über 10% der Betriebe konnten hochgestuft werden.
Baubetriebe werden auf Grundlage definierter Anforderungsprofile wie folgt ausgezeichnet:
Zertifizierte Betriebe im Allgäu
Aus dem Bereich der Arbeitsgemeinschaft der Allgäuer Zimmerer-Innungen sind folgende Zimmerer-Betriebe mit 5 Sternen zertifiziert: Benninghoff Holzbau GmbH (Bad Hindelang), fuchs.holzbaulösungen (Kettershausen), Zettler Bau GmbH (Memmingen), Anton Ambros GmbH (Hopferau), Hauser GmbH & Co. KG (Hopferau) und Buhmann Holzbau GmbH & Co. KG (Weitnau).