Kögel
Nach zahlreichen Mahnwachen und großer Unterstützung aus Politik und Gesellschaft, ist der Kögel-Standort Burtenbach gerettet. Die Schöller-Metternich-Beteiligungen (SMB) gehen eine Minderheitsbeteiligung ein.
Es ist geschafft: das Werk in Burtenbach bleibt erhalten, da sich die Altgesellschafter mit Humbaur und den Banken einigen konnten. Dies gab Kögel-Sprecher Andreas Lubitz gestern Abend bekannt. „Die Vereinbarung sieht vor, dass die Altgesellschafter eine Minderheitsbeteiligung an der Kögel Trailer Gmbh eingehen, die zu einem späteren Zeitpunkt gegebenenfalls ausgebaut werden kann. Die unternehmerische Führung wird weiterhin Humbaur als Mehrheitsgesellschafter verantworten.“
Mitarbeiter standen immer an erster Stelle
Eine Alternative wäre laut Hieronymus Graf Wolf Metternich, die Kooperation mit einem ausländischen Partner gewesen. Diese hätte aber „nicht den Interessen aller Mitarbeiter vor Ort Rechnung getragen.“ Die Altgesellschafter hätten stets eine Lösung verfolgt, die auch Rücksicht auf die Mitarbeiter vor Ort nimmt, so Graf Metternich. „Durch die Vereinbarung mit den Altgesellschaftern erhält Humbaur nun die Möglichkeit, den Standort Burtenbach vom Immobilieneigentümer Fortis Lease innerhalb der nächsten acht Wochen zu einem angemessenen und heute bereits feststehenden Preis zu erwerben“, erklärte der Altgesellschafter in einer Mitteilung.
Auftragslage im unteren Level
„Der Markt wisse jetzt, dass es Kögel in Burtenbach weiter gibt“, versucht Leo Berger den Turbulenzen um die Marke „Kögel“ noch etwas Positives abzugewinnen. „Umso mehr war diese Einigung gut. Sie wird der Marke einen gewaltigen Schub geben“. Nun laufen nach den Mahnwachen die Vorbereitungen, um in den nächsten Tagen wieder LKW-Anhänger herstellen zu können. „Die Auftragslage bewegt sich auf dem unteren Level. Die Kunden haben sich zurückgehalten.“, stellt der stellvertretende Betriebsratvorsitzende Hans Wisura fest.