Günzburg | 24.05.2010
Sechs Nachwuchs-Sicherheitsinspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA besuchten das Kernkraftwerk Gundremmingen.
Im Rahmen ihrer Ausbildung waren sechs junge Nachwuchsinspektoren, sogenannte „Safeguards“, der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) der Vereinten Nationen (UNO) in Wien im Kernkraftwerk Gundremmingen.
Einblicke in Sicherheitsphilosophie
Ziel der Ausbildung ist es, global die Sicherheit kerntechnischer Anlagen zu verbessern und die lückenlose Überwachung des Lebenswegs von Kernbrennstoffen und spaltbarem Material weltweit sicherzustellen. Die fast einjährige Zusatzausbildung nach einem naturwissenschaftliche Studienabschluss ist speziell für Teilnehmer aus Staaten ohne eigene Nukleartechnik zugeschnitten, damit gerade auch solche Länder IAEA-Inspektoren entsenden können. Der deutsche Part des IAEA-Trainéeship-Program umfasst insgesamt zehn Wochen und wird durch das Fortbildungszentrum für Technik und Umwelt des Forschungszentrums Karlsruhe betreut.
Gundremmingen unterstützt IAEA seit 18 Jahren
Die zwischen 26 und 34 Jahre alten Chemiker, Ingenieure und Physiker aus Bangladesch, Indonesien, Jordanien, Myanmar (ehemaliges Burma bzw. Birma), Weißrussland und Uganda erhielten während ihres einwöchigen Intensivseminars in Gundremmingen umfassende Informationen zur Siedewasser-Reaktortechnologie und der Netzeinbindung des leistungsstarken Standortes in das deutsche Stromversorgungssystem. Workshops mit Mitarbeitern des Kraftwerks und Begehungen aller Anlagenteile ermöglichten den IAEA-Trainées detaillierte Einblicke in die Sicherheitsphilosophie und -kultur für den Anlagenbetrieb, in Schulung und Ausbildung der Betriebsmannschaften sowie in alle betrieblichen Abläufe.
Geschäftsleitung ist stolz
"Es macht uns schon ein Stück weit stolz, dass unser Kernkraftwerk seit 18 Jahren fester Bestandteil der Ausbildung von Safeguards ist", freut sich Dr. Helmut Bläsig, technischer Geschäftsführer des Kernkraftwerks Gundremmingen. Auch in Zukunft wird Deutschlands größter Siedewasserreaktorstandort sein Know-how der Ausbildung von IAEA-Mitarbeitern zur Verfügung stellen.
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