
FAIST: Werkleiter Friedrich Böck und Ausbilder Herbert Rieß
Bei FAIST Anlagenbau heißt es für fast das gesamte Werk Kurzarbeit. Trotzdem haben die Baumaßnahmen für das neue Ausbildungszentrum begonnen.
„Die Krise ist die Zeit der Innovation“, so sieht Geschäftsführer Wilhelm Braun die Lage nach wie vor. Im März hat Faist Kurzarbeit für nahezu das gesamte Werk mit derzeit rund 250 Beschäftigten eingeführt, mit Ausnahme der Montageabteilung, die noch die Aufträge von vor der Krise zu Ende bringt. Kunden aus nahezu allen Branchen haben Aufträge verschoben, reduziert oder ganz storniert. Gerade im sonst starken Kraftwerksbereich haben Endkunden oft keine Finanzierung bekommen.
Wesentliche Verbesserung spätestens 2011
Der Rückgang des Auftragseingangs im Herbst 2009 hat sich auch im ersten Quartal 2010 fortgesetzt, und so griff die Geschäftsleitung zum Mittel der Kurzarbeit, um diese Durststrecke zu überwinden und die Arbeitsplätze der Mitarbeiter zu erhalten. Im Angestelltenbereich wird Kurzarbeit von 25 Prozent gefahren, in der Produktion von durchschnittlich 10 Prozent. „Wenn die Konjunktur wieder anspringt, ist es sehr wichtig, gleich durchstarten zu können. Das geht nur mit eingearbeiteten, qualifizierten Mitarbeitern“, so Braun. Die Lage werde sich hoffentlich in einem halben Jahr wieder entspannen. Eine wesentliche Verbesserung erwarte er spätestens 2011.
"Wir sehen uns für den Aufschwung gerüstet"
„So unerfreulich die Kurzarbeit momentan auch ist, sehen wir sie doch als Chance, die Firma gut über die Krise zu bringen. Mittelfristig werden auch unsere Investitionen Wirkung zeigen. Mit einer erweiterten Kapazität, modernisierten Produktionsanlagen und der Erschließung neuer Märkte sehen wir uns für den Aufschwung gerüstet“, so Braun weiter. Wie geplant, haben die Baumaßnahmen für das neue Ausbildungszentrum „FACE“ bei Faist Anlagenbau in Niederraunau vor Kurzem begonnen. Die Umbauarbeiten am ehemaligen Holzmann Firmengebäude sollen bis zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres im September 2010 abgeschlossen sein.
Investitionsmaßnahmen von insgesamt 3 Millionen Euro
Die Gesamtinvestitionssumme beträgt ungefähr 450.000 Euro, wovon 200.000 Euro auf die Baumaßnahmen entfallen und der Rest auf Maschinen und Werkbänke. Für eine optimale Ausbildung soll ein Zentrum entstehen, das mit einem modernen Maschinenpark ausgestattet wird. Das „FACE“ ist das erste Projekt der Investitionsmaßnahmen von insgesamt drei Millionen Euro, die bei Faist dieses Jahr anstehen. Mit dem Neubau von Blechzentrum und Stahlbauhalle wird im Juli begonnen.
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