Günzburg | 24.09.2010

Kernkraftwerk Gundremmingen - Energiefahrrad
Das Informationszentrum des Kernkraftwerks Gundremmingen öffnet am Samstag von 10 bis 18 Uhr seine Türen für die Öffentlichkeit.
Am Samstag, 25. September 2010, findet der bundesweite Tag der Energie statt. An diesem Tag sind alle herzlich eingeladen, sich ab 10 Uhr über das Thema Energie zu informieren. Im Informationszentrum des können Sie erfahren, wie vielseitig die Energieerzeugung ist. Die Ausstellung im Informationszentrum gibt mit kurzen Texten und zahlreichen Bildern einen Überblick. Geklärt werden die wichtigsten Fragen zur Energieversorgung in Deutschland und Europa. Originalgegenstände aus dem Kraftwerk machen Details begreifbar, Modelle ermöglichen Über- und Einblicke. Dabei wird besonders Wert auf den Einsatz von interaktiven Elementen gelegt. Erfahrungsgemäß wecken diese nicht nur bei den jungen Besuchern Interesse an energiewirtschaftlichen Themen. Dazu zählen zum Beispiel das bewährte Ergometer (Energiefahrrad) und ein aufwändiges Exponat zum Thema „Energie-Zukunft“.
Kernkraft zum Anfassen
Natürlich liegt der Schwerpunkt im Informationsangebot auf der Nutzung der Kernenergie. Unter anderem am Beispiel des Kernkraftwerks Gundremmingen selbst. Der Besucher kann einem Blick aus der Vogelperspektive auf das Landschaftsmodell des Kernkraftwerks werfen. Danach wird er durch eine fiktive Reaktorschleuse in den Kontrollbereich, das Innere des Kraftwerks, geschickt. An verschiedenen Stationen entlang von Rohrleitungen kann jeder Besucher selbst verschiedenes ausprobieren. Zum Beispiel, welche verschiedenen Strahlenquellen es gibt. In einer Nebelkammer werden mit Hilfe einer Alkoholatmosphäre die verschiedenen natürlichen Strahlenarten sichtbar gemacht. Dadurch kann dem Besucher verdeutlicht werden, welche in unserer Atmosphäre vorkommen. Über ein sich selbst erklärendes, maßstabgetreues, gläsernes Kraftwerksmodell wird die Arbeitsweise der Anlage Gundremmingen erklärt. Und das von der Kernspaltung im Reaktor bis zur Stromauskopplung am Generator. Ein eigener Bereich am Ende des Rundgangs erklärt den Stand der Technik. Aber auch der Status Quo in der politischen Diskussion um die Frage der Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Reststoffe. Unter anderem ist ein originaler Zwischenlagerbehälter (Mosaik-Behälter) für mittel- und schwachaktiven Abfall zu sehen. Ebenso eine Glaskokille, in der hochaktive Abfälle für die Endlagerung eingeschmolzen werden.
Der Höhepunkt im Wissenschaftsjahr 2010
Der Tag der Energie ist der Höhepunkt im „Wissenschaftsjahr 2010 – Die Zukunft der Energie“. Bundesweit beweisen zahlreiche Veranstaltungen zum Tag der Energie, wie vielfältig Energieforschung ist. Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Museen, Stadtwerke und Energieeinrichtungen in ganz Deutschland öffnen ihre Türen. Sie geben Einblicke in neue Entwicklungen, Forschungsprojekte oder Produktionsprozesse. Das Wissenschaftsjahr Energie informiert themenübergreifend über heutige Forschungsansätze. Es trägt dazu bei, den gesellschaftlichen Dialog über die Zukunft der Energie zu intensivieren. Aber auch, den notwendigen Umbau der Energieversorgung und die zukünftige Ausrichtung der Energieforschung ins Gedächtnis zu rufen. Ziel des Wissenschaftsjahres ist es, insbesondere junge Menschen zu informieren. Ihr Problembewusstsein soll geweckt werden. Sie müssen für das Nachdenken über die Frage nach dem Energiemix der Zukunft begeistert werden. Das Wissenschaftsjahr Energie ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), von Wissenschaft im Dialog (WiD) und der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF). Weitere Informationen zum Tag der Energie sowie zum Thema Kernenergie erhalten Sie unter http://www.zukunft-der-energie.de/ und http://www.kernenergie.de/.
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