Insolvenz

Automobilzulieferer insolvent

Günzburg | 27.05.2009

Der Automobilzulieferer Aksysis ist insolvent.

Die Aksys-Gruppe mit allen Tochtergesellschaften ist insolvent. Den 800 schwäbischen Mitarbeitern von AKsys droht nun die Arbeitslosigkeit. Das mittelständische Unternehmen, das hauptsächlich Elemente zur Geräuschdämmung herstellt, hätte dringend 22 Millionen Euro benötigt. Jetzt musste es Antrag auf ein Insolvenzverfahren stellen. Damit sind an zehn Standorten in Deutschland rund 2000, im Landkreis Günzburg etwa 700 Arbeitsplätze gefährdet. Durch die Absatzkrise in der Automobilindustrie war das Unternehmen stark gebeutelt worden: Um 40 Prozent brach der Umsatz in den vergangenen Monaten ein. Ein Restrukturierungsprogramm hätte Aksys wieder in die Erfolgsspur bringen sollen - doch die staatliche Hilfe blieb aus. KfW-Bank lehnt Kreditantrag ab Vergangene Woche war der Antrag auf einen Kredit abgelehnt worden. Dabei hätte das traditionsreiche Unternehmen nach eigenen Angaben Sicherheiten in dreifacher Höhe geboten. "Die Stimmung in der Belegschaft ist sehr gedrückt", sagte Torsten Falke von der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie. Die Gewerkschaft kritisiert dieses Vorgehen heftig und fordert nun die Bestellung einer angesehenen Kanzlei aus Heidelberg als Insolvenzverwalter. Nach einer Rechnung der Gewerkschaft kostet die Insolvenz den Steuerzahler rund 18 Millionen Euro.