Donau-Ries | 07.02.2012

Die zehn neuen Konstruktionsmechaniker freuen sich über ihren Abschluss, Foto: Agentur für Arbeit
Zehn ungelernte Arbeitslose erwerben bei einer von der Arbeitsagentur Donauwörth geförderten Umschulung über das Sonderprogramm Initiative zur Flankierung des Strukturwandels (IFlaS) den Berufsabschluss als Konstruktions-Mechaniker.
Für zehn erfolgreiche Absolventen der Umschulung zum Konstruktions-Mechaniker ist die Zeit der Hilfsjobs nun vorbei. Ab Februar 2012 können sie als gelernte Konstruktions-Mechaniker arbeiten und gutes Geld verdienen. Acht von ihnen haben bereits eine feste Stelle und die anderen zwei sind kurz davor. Begonnen hat ihr beruflicher Neustart im März 2010 beim bfz (Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft) in Donauwörth. Zehn Männer aus dem Donauwörther und Dillinger Umland sowie aus Nördlingen, im Alter von 26-49 Jahren entschlossen sich, wieder die Schulbank zu drücken, während der 21 Monate mit weniger Geld auszukommen (finanzielle Unterstützung in der Höhe vom Arbeitslosengeld) und zwei mehrmonatige Praktika in Betrieben wie „Auszubildende“ zu machen. „Die Mühe hat sich gelohnt“, weiß Seminar-Leiterin Sonja Reinert vom bfz zu berichten, „die Teilnehmer haben in der Praxis alle mit sehr guten Leistungen abgeschlossen. Alle haben die Abschlussprüfung bestanden.“ Die Prüfung fand unter den üblichen Bedingungen wie für Auszubildende statt und wurde von der IHK abgenommen. Neben ihrem IHK-Abschluss haben einige der Umschüler die Möglichkeit ergriffen und legten zusätzlich ihre Schweißer-Prüfung ab.
"Die Chance auf eine dauerhafte Eingliederung steigt enorm“
In der Vorbereitung hatten die Teilnehmer eine optimale Betreuung durch die bfz-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Sonja Reinert, Tina Schwarz, Paul Limbrunner und erfahrenen Fachreferenten wie Wolfgang Thomas. Allein durch die Größe der Gruppe konnte auf die individuellen Problemlagen jedes Teilnehmers eingegangen werden. „Die Chance auf eine schnelle und dauerhafte Eingliederung in den Arbeitsmarkt ist für die Absolventen enorm gestiegen“, freut sich Vermittlerin Dominique Kreutner von der Agentur für Arbeit Donauwörth, die die Maßnahme begleitete. Die individuelle Betreuung der Kursteilnehmer während der Umschulung sicherte ihrer Meinung nach den Erfolg der Maßnahme. Dennoch haben sechs Teilnehmer vorzeitig aus finanziellen Gründen abgebrochen. Ein beruflicher Abschluss lohnt sich auf jeden Fall, denn das Einkommen steigt und die Gefahr arbeitslos zu werden verringert sich. 2011 waren 42 Prozent der Arbeitslosen in Nordschwaben ohne abgeschlossene Berufsausbildung.
Über die Initiative zur Flankierung des Strukturwandels
Die Initiative zur Flankierung des Strukturwandels (IFlaS) ist ein Sonderprogramm des Bundes mit dem Ziel dem Facharbeiter-Mangel entgegen zu wirken. Es richtet den Fokus auf abschlussorientierte Qualifizierung für gering-qualifizierte Arbeitnehmer und Wiedereinsteiger.
Weitere Informationen unter www.arbeitsagentur.de
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