Donau-Ries | 09.01.2012

Dr. Stephan Leitschuh vom Ökoenergie-Institut und Pablo Schindelmann, beide Bayerisches Landesamt für Umwelt, Foto: LRA
EnergieWende mit regionaler Wertschöpfung verbinden. Wie können Regionen die Chancen, die für sie in der EnergieWende stecken, nutzen? Über diese Fragen diskutierten Vertreterinnen und Vertreter des Netzwerkes EnergieWenderegionen aus ganz Bayern bei einem Arbeitstreffen im Landratsamt in Donauwörth. Seit der Gründung dieses Kompetenz- und Erfahrungsnetzwerkes im Jahr 2007 – vier Jahre vor Fukushima - war dies das 5. Treffen.
Die "Wissensgemeinschaft der Bayerischen EnergieWenderegionen" beschäftigte sich beim Arbeitstreffen im Landratsamt Donau-Ries insbesondere mit der regionalen Dimension der Energiewende seit Fukushima und mit der regionalen Wertschöpfung. Bei Vorträgen, offenem Erfahrungsaustausch und Workshopelementen tauschten sich „alte Hasen“ wie die Bürgerstiftung EnergieWende Oberland (Landkreis Bad-Tölz-Wolfratshausen, Miesbach und neuerdings auch Weilheim Schongau), der Landkreis Amberg-Sulzbach mit seinem „ZEN“ (Zentrum für erneuerbare Energie) im Kloster in Sulzbach, „Ziel 21“ für den Landkreis Fürstenfeldbruck, die absoluten Vorreiter in Sachen Energie aus dem Landkreis Neumarkt i. d. Opf. sowie der Landkreis Donau-Ries auf hohem Niveau aus.
Für jede Region den passenden Weg finden
Gewohnt professionell unterstützt und informiert durch Pablo Schindelmann vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) und moderiert von Dr. Hans Rosenbeck des Netzwerkes "Nachhaltige Bürgerkommune Bayern" wurde keines der heißen Eisen ausgelassen. Immer wieder zeigen sich einige Erkenntnisse ganz klar: Es gibt „Grundbausteine“, die man für die kontinuierlichen Veränderungsprozesse im Energiebereich sinnvoll einsetzen kann. Es ist jedoch unabdingbar und wichtig, dass jede Region den zu ihr passenden Weg findet und Schritt für Schritt geht. „Wenn man passende Strukturen schafft und eine gute Mischung zwischen formeller Planung und kreativ-intuitivem Vorgehen hinbekommt, ist das die beste Voraussetzung für den erforderlichen kontinuierlichen Veränderungsprozess“, betonte Pablo Schindelmann.
Nichts überstürzen sondern genau hinschauen
EnergieWenderegion werden kann man über den traditionellen Weg der formellen Planung. Es geht dabei nicht um 100-prozentige Genauigkeit, sondern um eine schrittweise Herangehensweise. Es heißt gut hinsehen und vorsichtig sein, wann sich beispielsweise ein aufwändiges integriertes Klimaschutzkonzept, auch wenn es vom Bund gefördert wird, wirklich lohnt. Überhaupt herrschte eine durchaus kritische Sicht gegenüber einigen Förderprogrammen. Der Aufwand sowohl in personeller als auch in finanzieller Sicht stehe oft nicht im Verhältnis zum Ergebnis, so der Tenor der Teilnehmer. Solange diese Ressourcen knapp sind, seien pragmatische Herangehensweisen oft erfolgreicher. Das zeigen die Erfahrungen. Gut gepflegte Kompetenznetzwerke, wie sie z. B. der Landkreis Donau-Ries aufgebaut hat und pflegt, schaffen es am Besten, nachhaltig Know-How und eine Verankerung des Themas in die Region zu bringen.
Neues „Ökoenergie Institut soll Grundlagen im Energiebereich erarbeiten
Dr. Stephan Leitschuh vom Bayerischen Landesamt für Umwelt stellte die Organisation und die Aufgaben der am LfU neu gegründeten Einheit „Ökoenergie Institut“ vor. Derzeit neun, ab Januar 2012 zehn Mitarbeiter/innen beschäftigen sich dort mit Grundlagenerarbeitung im Energiebereich und stehen den Kommunen beratend zur Seite. Neben der Gründung der Bayerischen Energie Agentur ist diese „Denkfabrik“ die zweite große Neugründung in Bayern innerhalb der letzten Monate.
Erfahrungsaustausch im großen Stil
Berichte von zwei der vier in Bayern geförderten Bio-Energieregionen, nämlich die Landkreise Bayreuth und Straubing-Bogen, ergänzten die Erfahrungsberichte. Ein landesweiter Erfahrungsaustausch aller bayerischen Landkreise und Regionen, der im März 2012 in Bayreuth stattfinden wird, wurde ebenfalls angesprochen.
Wer sind die EnergieWenderegionen
Die EnergieWenderegionen sind Teil eines Netzwerkes, das auf Initiative des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit gegründet im November 2007 gegründet wurde. Das Netzwerk bietet aktiven Kommunen eine Plattform für nachhaltige Entwicklung mit spezifischen Angeboten zu Weiterbildung, Vernetzung und Kommunikation.

Es wächst und wächst und wächst. Auch 3 Jahre nach dem Start wird das Bündnis für Familie Donau-Ries noch größer. Im Dezember konnte ... [zum Artikel »]

Am 1. Dezember war Welt-Aids-Tag. Um über die Krankheit aufzuklären organisierte das Landratsamt Donauwörth einen spannenden Mitmach-Parcours bei dem man ... [zum Artikel »]

"Allen machte es riesigen Spaß und unsere Tipps und Anregungen trafen bei den Teilnehmerinnen auf großes Interesse!" bilanzierten Susanne Hirmer, Marlene ... [zum Artikel »]
Die Helden des regionalen Mittelstandes – wir haben sie aufgespürt und lüften ihre Erfolgs-geheimnisse.
Aktuell: B4B SCHWABEN hat den Geschmacks-Test bei der Eduard Edel Bonbonfabrik gemacht.
Der betriebliche Alltag steckt voller Fragen und Herausforderungen in Sachen IT. Die Antworten finden Sie in unserem neuen B4B SCHWABEN CROSSMEDIA GUIDE.

Bestens gerüstet für die Messe-Saison 2012: Die MitarbeiterInnen des Ferienlandes Donau-Ries und der Tourist-Informationen der Städte und Gemeinden im ... [zum Artikel »]

Die Firma Fürst aus Amerdingen erhält nun ihr Elektroauto wieder zurück. Das Landratsamt Donauwörth durfte das Elektroauto für ein paar Monate ... [zum Artikel »]

Der Landkreis und die Stadt Nördlingen erweitern das Technologie Centrum Westbayern (TCW) zu einem Forschungs- und Studienzentrum. Neben Studienangeboten soll am TCW ... [zum Artikel »]
Lernen Sie Persönlichkeiten aus Bayerisch-Schwaben kennen!
Aktuell: Teneriffa oder Augsburg? Warum es Rüdiger R. Burchardi in die Sonne zieht und wo man den besten Fisch in Augsburg genießen kann verrät er im 101 Köpfe Interview.

Firmenporträts erfolgreicher Unternehmen in Bayerisch-Schwaben, Reporte zu Zukunftsbranchen und Analysen zu Perspektiven der Region.
Mittelstand und Börsengang
Gerade erfolgreiche mittelständische Unternehmen, die expandieren wollen oder ihre Forschung und Entwicklung intensivieren möchten, benötigen ausreichend Kapital. Der Königsweg ist die Finanzierung über ausreichend Eigenkapital.

Die aktuelle Ausgabe
„Bayerisch-Schwäbische Wirtschaft“
jetzt online zum Blättern!