Donau-Ries | 27.01.2010
Auch das im Donau-Ries beheimatete Wallersteiner Unternehmen Heli Aviation GmbH beteiligt sich an einer Hilfsaktion im Katastrophengebeutelten Haiti. Der "Haiti Heli" wird sich mit Transport- und Aufklärungsflügen beteiligen.
Nach dem Transport mit dem russischen Frachtflugzeug Ilyushin 76 von Nürnberg über Kanada kam die AS 350 B3 gestern um 13:00 Uhr Ortszeit in Santa Domingo in der Dominikanischen Republik an.
Der bayerische Haiti Heli des Wallersteiner Unternehmens Heli Aviation GmbH nimmt heute um 8:00 Ortszeit den Einsatz auf. Auf dem ausgefüllten Einsatzplan des ersten Tages stehen verschiedene Transport- sowie Aufklärungsflüge.
Da durch das Nachbeben die Bewohner Haitis immer noch aus den Städten flüchten sollen große Menschenmengen ausgemacht werden um einen medizinischen Außenposten (Hospitalzelt) zu errichten. Neben Versorgungs- und Transportflügen wird des Weiteren die Lage am Flughafen und in Port au Prince eingeschätzt werden. Aus Port-au-Prince werden Ärzte, Hilfskräfte und -güter in ein 50 Kilometer entferntes Krankenhaus geflogen. Weiterhin wird ein, in der Dominikanischen Republik gerade eingetroffenes, Hilfsteam an ihren Einsatzort auf Haiti transportiert.
Die Hilfsaktion Haiti Heli hat gestern das offizielle Aktionslogo verabschiedet und wird auf der Webseite www.haiti-heli.de über die Einsätze berichten.
"Ein Herz für Kinder" hat für diese Aktion ein eigenes Spendenkonto eingerichtet, um die dringend benötigten Flüge zu finanzieren. Deutschen Hilfsorganisationen stehen leider keine amerikanischen Hubschrauber zu Verfügung.
"Ein Herz für Kinder", Stichwort "Haiti-Heli"
Kto.-Nr.: 0676767, BLZ: 200 700 00
Deutsche Bank Hamburg
Hintergrund
Nach dem verheerenden Erbeben in Haiti mobilisierten zahlreiche Hilfsorganisationen Hilfsgüter für die Opfer der Naturkatastrophe. Das große Problem bleibt jedoch weiterhin die Verteilung dieser Güter, da die Verkehrs-wege größtenteils unpassierbar sind und viele Regionen nicht versorgt werden können.
Aus dieser Ausgangslage heraus entschied sich die Heli Aviation ihren leistungsstärksten Hubschrauber, die AS 350 B3, sowie eine Crew für die Notversorgung in Haiti im Wert von 50.000 Euro zur Verfügung zu stellen. Der Eurocopter Hubschrauber kann Außenlasten bis zu 1,4 Tonnen transportieren und hat eine maximale Reichweite von ca. 650 Kilometern. Mit dem Hubschrauber können Ärzte, Helfer, Medikamente, Wasser und andere Hilfsgüter direkt und schnell zu den Krisenherden geflogen werden.
"Der Hubschrauber ist wichtig, sehr wichtig!" Anestis Ioannidis, Vorstand der Nettetaler Hilfsorganisation Human Plus sprüht vor Enthusiasmus. „Ein Hubschrauber ist bei der desolaten Infrastruktur in Haiti wie ein Sechser im Lotto“, betont Ioannidis. Denn nur so könne man garantieren, dass die vorhandenen Hilfsgüter, aber auch Ärzte und Sanitäter in der Hauptstadt Port-au-Prince und den umliegenden Katastrophen-Gebieten ans Ziel gebracht werden könnten; da, wo sie benötigt werden. „Und nicht zu vergessen die Schwerverletzten“, betont Ionannidis, „sie können nur mit einem Helikopter ausgeflogen werden.“
Ministerien, Hilfsorganisationen und sogar Rundfunk-sender lehnten eine Unterstützung für das private Hilfspaket ab. Nach vielen Telefonaten gelangte die Heli Aviation an den Verein "Ein Herz für Kinder", die den Transport ins Katastrophengebiet ermöglichten.
Die Überführung unterstützten des Weiteren die Chapman Freeborn Airchartering Limited, Honold International GmbH & Co. KG, Logwin AG und die IQS Spedition und Logistik GmbH.
Das Team des Haiti Heli besteht aus dem Chief-Pilot
Alexander Neumann und dem Berufspiloten Felix
Lemke der Heli Aviation GmbH, Cheftechniker Mark Johnson (Heli Transair GmbH) und den Katastrophen-erfahrenen Rettungs-assistenten Robert Konrad.
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