Donau-Ries | 22.07.2010

Die Bewertungskommission in Oberndorf
Das Ergebnis im Kreisentscheid Donau-Ries liegt vor: Der Dorfwettbewerb war erfolgreich – Zwei Kreissieger sind zu küren und ein Sonderpreis zu vergeben.
Die beiden Sieger und der Sonderpreis Die beiden Kreissieger Hochaltingen und Oberndorf werden kommendes Jahr den Landkreis Donau-Ries im Bezirksentscheid vertreten. Landrat Stefan Rößle hat den beiden Bürgermeistern der Siegergemeinden bereits persönlich gratuliert. Die großartigen Leistungen der Dorfgemeinschaften wurden von ihm hervorgehoben. Die Gemeinde Marktoffingen erhält einen Sonderpreis. Die Bewertungskommission fällte diese Entscheidung einmütig nach einer gründlichen Auswertung.
Die Bewertungskommission der einzelnen Punkte
Für die Bewertung von Punkt eins „Entwicklungskonzept und wirtschaftliche Initiativen“ waren folgende Personen zuständig: Bürgermeister Alois Schiegg aus Marxheim im Wechsel mit Bürgermeister Hubert Eberle aus Oberndorf für den Bayerischen Gemeindetag, Landkreis Donau-Ries; Helmut Guckert für den Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Nördlingen und Kreisbaumeister Christian Einzmann vom Landratsamt Donau-Ries.
Für den Punkt zwei „Soziale und kulturelle Aktivitäten“ waren in der Bewertung: Kreisheimatpfleger Herbert Dettweiler, stellvertretende Kreisbäuerin Ruth Kilian, Hauswirtschaftsdirektorin Irmgard Zäh vom Amt für Landwirtschaft und Forsten in Nördlingen und die kommunale Jugendpflegerin Monika Seiler vom Landratsamt Donau-Ries.
Für den dritten Punkt „Baugestaltung und Bauentwicklung“ bewerteten Christian Einzmann und Kreisheimatpfleger Herbert Dettweiler.
Der vierte „Punkt Grüngestaltung und Grünentwicklung“ wurde ausgewertet von: Ludwig Helmer für den Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Donauwörth, Irmgard Zäh und Helmut Guckert.
Den Punkt 5 „Dorf in der Landschaft“ beurteilte Werner Reißler von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Donau-Ries.
Für die Dokumentation und die Zusammenstellung der Bewertungs-Berichte ist Hans Weidel, Kreisfachberater vom Landratsamt Donau-Ries zuständig.
Bürger waren aktiv beteiligt
Der Leiter der Bewertungskommission, Kreisfachberater Georg Diethei, betont: Im Wettbewerb wurde großer Wert auf eine aktive Bürgerbeteiligung gelegt. Darüber hinaus wurden wichtige Fragen für die Bewältigung künftiger Aufgaben und Erfordernisse eingehend behandelt. Das Erfolgsgeheimnis des Wettbewerbes liegt darin, dass er alle Fassetten des dörflichen Lebens anspricht. Dazu gehören Bürgerengagement, Heimatliebe, gemeinschaftliches Handeln und die Verbesserung der Lebensqualität durch Grüngestaltung und infrastrukturelle Maßnahmen bis hin zur Schaffung und dem Erhalt von Arbeitsplätzen.
Wichtige Leitfragen bei der Bewertung waren vor allem:
- von Gemeinde und Bürgern entwickelte Zukunftsperspektiven
- aktive Mitwirkung der Bürger bei der Gesamtentwicklung der Gemeinde
- Entwicklung der Wirtschaftsstruktur
- Förderung der Erwerbspotentiale
- raumsparendes Flächenmanagement
- Umnutzung von leer stehenden Gebäuden
- Entsiegelung von Flächen
- sparsamer Umgang mit und Pflege vorhandener Ressourcen.
Auch in Zukunft profitieren die Dörfer
Zwei der teilnehmenden Dörfer haben im Verfahren der Dorferneuerung teilgenommen. Dabei wurden Zielvorstellungen für die Entwicklung der Dörfer erarbeitet und ein Leitbild erstellt. Die im Rahmen der Dorferneuerung geschaffenen lebenden Werte, wie z. B. die Baumpflanzungen, werden sich erst in den kommenden Jahren entwickeln. Diethei stellte fest, dass alle Teilnehmer gewinnen können, wenn sie sich aktiv mit dem Wettbewerb auseinandersetzen. Dass nur zwei Dörfer als Sieger hervorgehen können, liegt in der Natur eines „Wettbewerbs“.
In der geplanten Abschlussfeier am 21. Oktober diesen Jahres in Oberndorf werden von Landrat Stefan Rößle die Leistungen der Teilnehmer gewürdigt und die Sieger feierlich geehrt werden.
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