Landratsamt

Rücktritt von zu Guttenberg erreicht den Landkreis

Dillingen | 01.03.2011

Karl-Theodor zu Guttenberg_Foto_zuguttenberg.de
Karl-Theodor zu Guttenberg_Foto_zuguttenberg.de

Als Folge der in den Medien breit diskutierten Affäre gab Freiherr Karl-Theodor zu Guttenberg nun seinen Rücktritt bekannt. Der Dillinger Landrat Schrell kommentierte den Rücktritt.

In der Politik wurde die Affäre um zu Guttenberg scharf diskutiert und kommentiert. Für einige Politiker war zu Guttenbergs Rücktritt vorherzusehen und nicht mehr zu verhindern. Zu ihnen zählt auch der Dillinger Landrat Leo Schrell. „Angesichts der Tragweite der Verfehlungen, die zwischenzeitlich als gesichert gelten, war meines Erachtens der Rücktritt unausweichlich“, ließ Schrell verlauten. „Die jüngsten Vorwürfe haben zu Guttenbergs Glaubwürdigkeit nochmals erschüttert. Deshalb war der Rücktritt von zu Guttenberg die einzig richtige Entscheidung“, kommentierte Schrell den Rücktritt von zu Guttenberg.

Dillinger Landrat Schrell zollt zu Guttenberg Respekt

Nach all der harschen Kritik in den Medien verlor Landrat Schrell aber auch positive Worte über zu Guttenberg und dessen Rücktritt: „Da der Rücktritt trotzdem menschlich schwierig ist, zolle ich Herrn zu Guttenberg insofern Respekt.“ Nichtsdestotrotz machte die Kommentierung Schrells klar: Der Dillinger Landrat begrüßte den Rücktritt zu Guttenbergs eindeutig.

Die Affäre um zu Guttenberg

Nicht nur für Landrat Schrell war der Rücktritt von zu Guttenberg unausweichlich. Offenbar sah auch zu Guttenberg selbst den Rücktritt nach der Affäre als einzige Möglichkeit. Immer mehr Passagen seiner Doktorarbeit waren als Plagiat identifiziert worden. Dann hatte die Universität Bayreuth ihm den Doktor-Titel aberkannt. Es folgte scharfe Medien-Kritik und erste Rücktritts-Forderungen aus der Opposition. Und schließlich verlor zu Guttenberg selbst in der Partei und Regierung mehr und mehr den Rückhalt.

Zu Guttenbergs Rücktritt doch nicht das Ende?

Die Medien erwarten durch den Rücktritt von zu Guttenberg einen schweren Schlag für die CDU/CSU. Bundeskanzlerin Merkel hatte sich stets mit zu Guttenberg solidarisiert und muss nun den Rücktritt „schweren Herzens annehmen“, so berichtet die Süddeutsche Zeitung online. Dennoch schließe Merkel ein Comeback des gefallenen Polit-Stars zu Guttenberg nicht kategorisch aus. Die Kanzlerin deutete angeblich die Möglichkeit an, dass zu Guttenberg weiter politisch aktiv sein könne. Zu Guttenberg erfreute sich bis zu seinem Rücktritt immenser Beliebtheit im Volk. Die Einschätzung der Bundeskanzlerin scheint also gar nicht so abwegig.

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