Ausbildung im Handwerk
Landräte, Kammern und die Agentur für Arbeit engagieren sich gemeinsam für das Projekt "Fachkräftesicherung". Lesen Sie hier, was die konkreten Handlungsfelder sind.
Stefan Rößle und Leo Schrell sowie die Industrie- und Handelskammer Schwaben (IHK), die Handwerkskammer für Schwaben (HWK) und die Agentur für Arbeit Augsburg engagieren sich gemeinsam für das Projekt "Fachkräftesicherung" (
B4B Schwaben berichtete) . Doch was sind die konkreten Pläne?
Weiterführende Aktionen und Arbeitsgruppen: Komprimiert auf vier Handlungsfelder. Hier wird sich etwas tun:
Optimierung der Schnittstellen Schule, Wirtschaft & Handwerk
Es wird Engere Vernetzung von Schulen und Betrieben angestrebt. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit für Berufe mit schlechtem Image zu verbessern. Dazu zählen beispielsweise Berufe im Handwerk. Ein Weg ist die Vorstellung positiver Beispiele bei Schulbesuchen von Gesellen und Auszubildenden. Auch Exkursionen in Betriebe sowie aktive Beiträge und Informationsaufbereitung bei Lehrerfortbildungen sind wichtig.
Berufsbilder des Handwerks sollen auch für Jugendliche an Realschulen und Gymnasien interessanter gemacht werden. Es muss auf die Durchlässigkeit des Bildungssystems hingewiesen werden: Nach einer Berufsausbildung stehen Jugendlichen viele Wege der weiteren schulischen und beruflichen Qualifizierung offen.
Stärkung der Hoch-, Fach- und Technikerschulangebote vor Ort
Dafür sollen erfolgreiche Kooperationsprojekte fortgeführt werden: Zwischen dem Technologie Centrum Westbayern (TCW), der Fritz-Hopf-Technikerschule (Nördlingen) und der Hochschule Augsburg. Die Kooperationen sollen auf den Raum Dillingen ausgedehnt werden: Beispielsweise die Stärkung der Umweltkompetenzen in Lauingen. Wichtig ist auch der Aufbau eines berufsbegleitenden Weiterbildungsangebots sowie eines dualen Studienangebots vor Ort. Die Fortbildungsstrukturen und Kursangebote müssen an die großen Trends unserer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung angepasst werden. Die Bereiche Pflege, Computertechnologie und etwa Umwelt sind besonders zu intensivieren. Informationsoffensive und Etablierung dualer Studienangebote vor Ort.
Qualifizierung - Unterstützung von Schülern bei Berufswahl
Verstärkte Unterstützung während der Ausbildung: Jugendliche, die besondere Schwierigkeiten haben, eine Berufsausbildung abzuschließen, sollen durch Zusatzangebote unterstützt werden. In einem angepassten Schul- und Berufsumfeld soll innerhalb von zwei Jahren ein berufsqualifizierender Abschluss möglich sein.
Im Vorfeld der Berufsausbildung sollen Jugendliche an den Schulen besser auf das Berufsleben vorbereitet werden. Das heißt: Berufsbilder sollen stärker in den Unterricht einbezogen werden. Der Erfahrungsaustausch zwischen Jugendlichen in Berufsausbildung und Jugendlichen an den Schulen soll intensiviert werden. Damit sollen Schüler bei der Berufswahl unterstützt werden. Außerdem wichtig ist die verstärkte Einbindung von Eltern, die ihre Berufe mit besonderer Praxisnähe den Kindern näherbringen. Es wird zudem über Jobpaten-Modelle (aktive Begleitung Jugendlicher auf dem Weg ins Berufsleben) nachgedacht.
Stärkung der Attraktivität unseres Wirtschaftsraums
Zur Imageverbesserung zählt in erster Linie die Intensivierung der bereits eingeleiteten Initiativen. Stärken- und Schwächen-Analyse unter aktiver Einbindung des Regionalmanagements. Kontaktpflege zu Ehemaligen, welche aus beruflichen Gründen die Region verlassen haben. Das soll beispielsweise über Eltern und Großeltern erfolgen. Ehemaligen-Treffen sollen organisiert werden, ebenso regionale Austauschprogramme.