Dillingen | 18.10.2010

Krankenhaus Dillingen, Energieumrüstung
Im Dillinger Krankenhaus St. Elisabeth wird umgerüstet. Energiesparen heißt die Devise, die im Rahmen des Konjunkturpaketes II von der Bundesregierung gefördert wird.
Nahezu abgeschlossen ist im Krankenhaus St. Elisabeth in Dillingen der Austausch von 58 Umwälzpumpen durch hocheffiziente stufenlos regelbare Pumpen. Dadurch kann künftig etwa 40 Prozent elektrische Energie eingespart werden. Dies entspricht rund 45.000 KWh/a bzw. bis zu 38 Tonnen CO2. Landrat Leo Schrell informierte sich vor Ort über den Stand der Maßnahmen.
Optimale Energieströme
Saniert wird darüber hinaus die bereits aus dem Jahr 1987 stammende Mess-, Steuer- und Regelungstechnik. Auf das neue System wird künftig nicht nur Heizung, Lüftung, Kälte und Dampf sondern auch Elektro, Brandmeldeanlage und technische Gase aufgeschaltet sein. Durch die Installation entsprechender Messeinrichtungen sollen künftig alle Energieströme visualisiert und aufgezeichnet werden. Allein dadurch werden auf Dauer Einsparungen von rund 6 Prozent der jährlich verbrauchten Energie von drei Mio. KWh/a erwartet. Dies entspricht einem Einsparvolumen von rund 15.000 Euro/a.
Regionale Firmen sind beteiligt
Schließlich werden die über 20 Jahre alten Lüftungsmotoren in den Operationsräumen, im der Intensivabteilung und im Bereich der Belüftung der Küche durch stufenlos drehzahlgesteuerte Anlagen ausgetauscht. Auch zwei Firmen aus der Region sind an den Arbeiten beteiligt: Die Firma Katers aus Dillingen verlegte die Kabel, die Firma Renner aus Lauingen vollzog den Wechsel der Pumpen. Die Steuerungstechnik wurde von Kieback + Partner aus Berlin, die Lüftung von ESW in Ellwangen bewerkstelligt.
Förderung durch den Bund
Der technische Leiter der Klinik, Johann Mayer, erläuterte die einzelnen Maßnahmen, die Kosten in Höhe von insgesamt 1,2 Mio. Euro verursachen an die interessierten Zuhörer:
Oberbürgermeister Frank Kunz, den Geschäftsführer der Kreiskliniken, Uli-Gerd Prillinger, dem Stv. Aufsichtsratsvorsitzenden, Dr. Johann Popp, dem ärztlichen Direktor, Dr. Xaver Kapfer, sowie Landrat Leo Schrell. Die Maßnahme ist in das von der Bundesregierung im vergangenen Jahr aufgelegte Konjunkturpaket II aufgenommen worden. „Dadurch erhalten wir eine hohe Förderung von rund 1 Mio. Euro“, so Leo Schrell.
Fortschritt für die Region
„Mit dem Maßnahmenpaket setzt der Landkreis seinen bereits vor Jahren eingeschlagenen Weg, die Energieversorgung der Kreiseinrichtungen auf einen zeitgemäßen und klimafreundlichen Standard zu heben, konsequent fort. Durch die Optimierung der Energieversorgung im Krankenhaus sparen wir bei den jährlichen Betriebskosten rund 32.000 Euro ein und minimieren gleichzeitig den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids um rund 100 Tonnen pro Jahr.“
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