Dillingen | 13.12.2009
Eine hochmoderne Biomasseheizanlage versorgt ab sofort das Albertus-Gymnasium in Lauingen (Donau) und das benachbarte Gebäude, in dem unter anderem ein Außenstelle der Carolin-Frieß-Grundschule und der Montessori-Kindergarten untergebracht sind, mit Wärme.
Nach Aussage von Landrat Leo Schrell stellt die Inbetriebnahme der Heizung einen weiteren Meilenstein des vom Landkreis konsequent beschrittenen Weges dar, nach und nach sämtliche Heizanlagen von Kreiseinrichtungen auf erneuerbare Energien umzustellen. Damit, so der Landrat, leistet der Landkreis einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Klima- und Umweltschutz. Zudem nehme der Landkreis damit als öffentliche Hand gleichzeitig eine wichtige Vorbildfunktion ein.Die bisherige Heizanlage, die aus dem Jahr 1990 stammte und mit fossiler Energie (Erdgas und Heizöl) betrieben wurde, war wegen häufiger Wartungsarbeiten und schlechter Abgaswerte unwirtschaftlich geworden. Ein Austausch war damit unumgänglich, betonte der Landrat.
In nur drei Monaten hat die Firma Julius Gaiser GmbH & Co. KG sowie deren Partner, die Südwärme Gesellschaft für Energielieferung AG, die rund 600.000 Euro teure Investitionsmaßnahme realisiert. Beide Unternehmen haben das Projekt vorfinanziert und betreiben die Anlage auf der Grundlage eines Contracting-Vertrages zunächst für die Dauer von 20 Jahren. Für den Landkreis und den Freistaat Bayern fallen deshalb jährlich insgesamt 85.467 Euro an Finanzierungkosten an.
Dass ökologisch sinnvolle Konzepte auch ökonomische Vorteile haben, verdeutlicht nach Ansicht von Landrat Leo Schrell der Kostenaufwand für die laufenden Heiz- und Betriebskosten. Die Altanlage hat im vergangenen Jahr reine Heizkosten in der Größenordnung von rund 51.000 Euro verursacht. Demgegenüber rechnet der Landkreis für 2010 durch die neue Anlage mit einer Halbierung der Kosten auf 25.000 Euro. Der Kostenaufwand des Freistaates bewegt sich in etwa in derselben Größenordnung. Das Gebäude des Freistaates wird von der Grundschule, vom Montessori-Kindergarten, der Fanfare-Brass-Band, der Streicherakademie Schwaben e.V. und dem Regionalverband Bayerisch-Schwäbischer Fasnachtsvereine e.V. genutzt.
Die Biomasseheizung ist mit einer modernen Holz- Pelletskesselanlage mit einer Wärmeleistung von 720 Kilowatt ausgestattet und versorgt die beiden Gebäude zu 100 Prozent mit Wärme. Aufgrund des innovativen und zukunftsweisenden Anlagenkonzeptes können die CO2-Emmissionen um jährlich rund 419 Tonnen reduziert werden. Dies entspricht einer Fahrleistung mit einen Pkw von rund 2,6 Mio. Kilometern.
Neben der Modernisierung der Wärmeerzeugungsanlage wurde auch die dazugehörige Schalt- und Regelanlage auf den neuesten technischen Stand gebracht.
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