Dillingen | 28.08.2009
Mit den laufenden Neubaumaßnahmen am Krankenhaus in Wertingen sind die Weichen für eine zukunftsfähige Entwicklung der Klinik in kommunaler Trägerschaft nach Ansicht von Landrat Leo Schrell richtig gestellt.
Bei einem Pressetermin überzeugte sich der Landrat in seiner Funktion als Vorsitzender der Aufsichtsrates der Kreiskliniken Dillingen-Wertingen gGmbH gemeinsam mit seinem Stellvertreter, Dr.Johann Popp, Bürgermeister Willy Lehmeier und den Vorstandsmitgliedern des Krankenhaus-Fördervereins, Friedrich Wilhelm Föste und Rudi Rager, vom Baufortschritt.
Die Baumaßnahmen liegen im Zeitplan und umfassen neben der bereits abgeschlossenen Umstrukturierung des Funktionstraktes im Wesentlichen die Neuerrichtung eines Bettenhauses im Bereich Nordost. Der Neubau wird derzeit im Zuge des 2. Bauabschnittes der Gesamtsanierung des Wertinger Hauses realisiert. Dafür sind rund 10,2 Mio. Euro Gesamtkosten veranschlagt.
Der neue Bettentrakt wird voraussichtlich im Herbst 2010 in Betrieb genommen und bietet dann Platz für sechs Betten für den Intensivpflegebereich sowie 44 Betten für die Allgemeinpflegestation. Ziel sei immer gewesen, so der Landrat, neben dem Angebot einer bestmöglichen medizinischen Versorgung, die Klinik zu einem patientenfreundlichen Krankenhaus auszubauen und damit das Haus in seiner Grundstruktur nachhaltig zu sichern. Kurze Wege mit optimalen Betriebsabläufen und Arbeitsbedingungen für das Personal sowie eine effiziente Energieversorgung stellen dabei wesentliche Bestandteile des Konzeptes für den Neubau dar. Durch die vorgesehene Ausstattung der neuen Räumlichkeiten auf modernem und zeitgemäßem Standard werden die laufenden Investitionen dem Anspruch einer Klinik mit Zukunft umfänglich gerecht, waren sich Leo Schrell, Dr. Johann Popp, Willy Lehmeier und die Vertreter des Krankenhaus-Fördervereins einig.
Der Landrat zeigte sich zudem überzeugt, dass der Ausbau zu einem Krankenhaus der Grundversorgung mit kardiologischem Schwerpunkt in Kombination mit der Schaffung einer modernen Infrastruktur zwei entscheidende Eckpfeiler einer optimalen Patientenversorgung und damit der Existenzsicherung des Hauses seien.
Dass dieser Weg im Interesse der Patienten und des Wertinger Hauses erfolgreich beschritten werden konnte, habe mehrere Gründe, so der Landrat. Neben den zukunftsorientierten und eindeutigen Beschlüssen des Aufsichtsrates zur Strukturänderung waren dies insbesondere Fragen der Finanzierung, die letztendlich einvernehmlich mit den beteiligten Partnern gelöst werden konnten.
Dabei dankte der Landrat dem Stimmkreisabgeordneten Georg Winter für seinen Einsatz für eine staatliche Förderung aus dem Krankenhausbauprogramm in Höhe von 90 Prozent der förderfähigen Kosten. Dies macht rund 6,8 Mio. Euro aus. Die verbleibende örtliche Beteiligung in Höhe von 3,4 Mio. Euro teilen sich Landkreis und Stadt Wertingen je zur Hälfte. Für den finanziellen Beitrag der Standortkommune dankte der Landrat dem gesamten Stadtrat.
Bürgermeister Lehmeier betonte, dass das Krankenhaus für die Stadt eine unverzichtbare Einrichtung sei, die nicht nur die medizinische Versorgung der Patienten aus der Region sicherstelle, sondern gleichzeitig Arbeitsplätze und Wertschöpfung schaffe. Deshalb stelle man sich der Verantwortung als Standortkommune.
Zufrieden mit den laufenden Baumaßnahmen zeigte sich ebenfalls Dr.Johann Popp. Das Krankenhaus, erklärte er, sei das Wichtigste, was die Stadt Wertingen habe. Er dankte Landrat Leo Schrell, der die notwendigen Entscheidungen zur Umsetzung der Baumaßnahmen im Aufsichtsrat der Kreiskliniken Dillingen-Wertingen gGmbH in den letzten Monaten forciert habe, für sein klares Bekenntnis zum Krankenhaus Wertingen und seinen Einsatz für den Erhalt der Krankenhäuser in kommunaler Trägerschaft. Dazu gebe es im Interesse einer hochwertigen, zeitgemäßen und vor allem wohnortnahen Patientenversorgung keine Alternative, erklärte Dr.Popp.
im Bild oben (von links):
Bürgermeister Willy Lehmeier, Dr. Johann Popp, Rudi Rager, Landrat Leo Schrell, Geschäftsführer Uli-Gerd Prillinger, Ärztlicher Direktor CA Dr. Wolfgang Streifinger, Friedrich Wilhelm Föste.
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