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Am vergangen Mittwoch wurde in einer Sitzung des Vorstands des Vereins der Freunde des Krankenhauses Wertingen e.V. darüber abgestimmt, nochmals ein Gespräch mit den Ärzten zuführen. Ziel ist es die Ärzte zum Verbleib an der Klinik zu bewegen. Außerdem soll nach einer Lösung zur Übernahme der hohen Haftpflichtprämie gesucht werden. Mit bei der Sitzung waren neben dem Landrat auch der Geschäftsführer der Kreisklinken, Uli Gerd Prillinger.
Ein harter Kampf um die Geburtenhilfe Wertingen
In der Sitzung des Aufsichtsrates informierte Landrat Leo Schrell deshalb über ein sehr offenes und konstruktives Gespräch, das er am Wochenende mit Dr. Wiedenmann geführt habe. So habe er Dr. Wiedenmann gegenüber unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass er für den engagierten Einsatz extrem dankbar sei, den Dr. Wiedenmann über 15 Jahre hinweg geleistet hat. Nur so konnte die Geburtshilfe nach Ansicht des Landrats über lange Zeit überhaupt aufrechterhalten werden. Besonders schwer war das nach der Entscheidung des Aufsichtsrates im Jahr 2008, die Station mit hoher finanzieller Beteiligung der Stadt Wertingen fortzuführen.
Neue berfufliche Perspektiven
Dennoch habe Dr. Wiedenmann dem Landrat gegenüber seinen Entschluss nochmals bekräftigt. Dr. Wiedemann habe sich die Entscheidung, seine Tätigkeit als Belegarzt einzustellen, wegen der emotionalen Bindung an des Wertinger Haus nicht leicht gemacht. Er betonte auch, dass die Höhe der von ihm zu übernehmenden Haftpflichtprämien zwar Auslöser, letztlich aber nicht allein ausschlaggebend für die Entscheidung gewesen sei. So würden die finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen einer künftigen Tätigkeit an der Klinik in Donauwörth neue berufliche Perspektiven eröffnen, die sich zudem besser mit der Familie vereinbaren lassen.
Alle Möglichkeiten auf dem Prüfstand
Unabhängig von dieser Entscheidung wird Dr. Wiedenmann auch künftig für zur Verfügung stehen. Unter anderm im Rahmen der konsiliarärztlichen gynäkologischen Untersuchungen. Darauf verständigten sich Dr. Wiedenmann und der Landrat bereits im Vorfeld der Aufsichtsratssitzung einvernehmlich. Ungeachtet dessen beauftrage der Aufsichtsrat die Geschäftsführung der Kreisklinik Dillingen Wertingen GmbH mögliche Optionen zu prüfen, damit der Betrieb der Geburtshilfe über den 30. Juni gewährleistet sind. Gegebenenfalls sollen dazu schon die ersten Schritte eingeleitet werden. „Dazu zählt sicherlich auch die Suche nach geeigneten Belegärzten“, so Schrell.