Alle ziehen am gleichen Strang und die Fische aus dem Wasser
Das Projekt "Schwäbisch-Donautaler Fischgenuss" soll zum Genuss von regionalem Fisch anregen. Neun Gastronomen aus dem Donautal engagieren sich dafür unter dem Motto "Wir packen's an!"
Im Schwäbischen Donautal haben sich neun engagierte Gastronomen ein besonderes Ziel gesetzt. Sie wollen regionalen Fisch auf ihre Speisekarten bringen. Das Produkt soll mit der Landschaft und den Erzeugern publik gemacht werden. Gestartet wurde die Initiative im Rahmen eines Seminars von Donautal-Aktiv. Es trug den Titel "Heimischer Fisch - Genuss auf kurzen Wegen".
Fischseminar: ein voller Erfolg
Das Seminar war ein großer Erfolg. Es gab zahlreiche Anregungen für das gemeinsame Projekt. Zudem wurden viele Kontakte geknüpft, Sachkenntnisse gesammelt und Ansprechpartner gefunden. So sicherte ein Experte seine Unterstützung in allen Fragen der Erzeugung, Aufbereitung und Qualität von Fisch zu: Dr. Reinhard Reiter von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, Institut für Fischerei in Starnberg.
Die Umwelt schonen mit Genuss von regionalem Fisch
Eine wichtige Botschaft lieferte der Vortrag von Prof. Dr. Grimm von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, Sektion Baden-Württemberg: Heimischer Fisch ist bislang gegenüber dem Seefisch deutlich unterbewertet beziehungsweise verkannt worden. Der heimische Süßwasserfisch muss jedoch nicht hinten anstehen. Das machten die dargestellten Zahlen zum Ernährungswert deutlich. Demnach sind in Forellen mehr lebenswichtiges Vitamin D enthalten - wie in Lachs. Regionaler Fisch hat also nicht nur positive Auswirkungen auf die Ernährung. Der bewusste Kauf von heimischem Fisch anstatt Seefisch ist positiv für das Klima aufgrund kurzer Transportwege.
Viel zu tun für das Fischprojekt
In den nächsten Monaten ist für die Gastronomen und Donautal-Aktiv viel Arbeit angesagt: Es muss geklärt werden, welche konkreten Inhalte das Projekt haben soll und wie vorgegangen wird. Dabei ist die Zusammenarbeit von Gastronomen und Fischzüchtern für alle von großer Bedeutung: Aus der Wertschätzung für Fisch soll auch eine Wertschöpfung in der Region werden.
Wichtige Projektinhalte
Wichtiger Projektinhalt wird das durchgängige Angebot von regionalen Fischgerichten auf den Speisekarten der Gastronomen sein. Frau Emmerich ist Koordinatorin der Arbeitsgemeinschaft Aischgründer Karpfenschmeckerwochen. Sie hat in ihrem Seminar-Vortrag die Vorteile eines Aktionszeitraumes einmal im Jahr aufgezeigt. Damit wird das Interesse für regionalen Fisch geweckt. Außerdem wird die Vielfalt aufgezeigt, was alles mit regionalem Fisch gezaubert werden kann. Diese Idee wollen die beteiligten neun Gastronomen und Donautal-Aktiv aufgreifen und im Projekt verwirklichen.