Dillingen | 25.10.2010

Spatenstich zur Sanierung des alten Postgebäudes
Der Startschuss ist gefallen. Das denkmalgeschützte, ehemalige Postgebäude in Dillingen wird grundlegend saniert.
Das ehemalige Postgebäude soll in Zukunft ein Verwaltungsgebäude werden. In Dillingen kam es jetzt zum offiziellen Spatenstich. Gemeinsam mit Dillingens Oberbürgermeister Frank Kunz und Landrat Leo Schrell setzten der Architekt Josef Schuster, der Geschäftsführer der Bau-Firma Werner Luther und Thomas Saumweber, den ersten Stich in Richtung Verwaltungsgebäude.
Baudenkmal seit über zehn Jahren im Besitz
Das Baudenkmal wurde bereits im Jahr 1999 für 1,2 Mio. DM vom Landkreis erworben. Nun wird es unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Belange saniert und soll künftig nachhaltig genutzt werden. Durch die geplante ökologische Bauweise trägt die Baumaßnahme zum nachhaltigen Klimaschutz bei. Schließlich können durch die neue Nutzung des ehemaligen Postgebäudes weitere Verwaltungseinheiten in unmittelbarer Nähe zum Hauptgebäude des Landratsamtes konzentriert werden. Der Landrat Leo Schrell freut sich besonders darüber, da so effizientere Betriebsabläufe möglich sind.
Positive Aussichten für Bürger
Nach Abschluss der Maßnahme, voraussichtlich Ende 2011, werden im Erdgeschoss die Kfz-Zulassungsstelle und die Führerscheinstelle neue Räume beziehen. „Dadurch können wir eine zeitgemäße Ausstattung und gleichzeitig mehr Bürgerfreundlichkeit gewährleisten“, so der Landrat. Um den Besuchern kurze Wege zu ermöglichen, wird im Umgriff des ehemaligen Postgebäudes ein neues Parkplatzkonzept mit insgesamt 52 Parkplätzen realisiert. Dabei sind sowohl Behindertenparkplätze als auch Parkflächen für Vorführfahrzeuge, Besucher und in beschränktem Umfang für Bedienstete vorgesehen.
Alles unter einem Dach
Im Obergeschoss wird künftig die gesamte Veterinärverwaltung untergebracht sein. Im Dachgeschoss wird das Staatliche Schulamt und der Fachbereich Verkehrswesen des Landratsamtes neue Räume erhalten. Bei der Feierlichkeit rund um das ehemalige Postgebäude waren auch Schulrat Wilhelm Martin und Schulrätin Luise Wiedenmann-Hollein anwesend. Im Norden des Gebäudes entsteht ein Anbau, der im Wesentlichen ein Treppenhaus zur Erschließung sämtlicher Geschosse und Toilettenanlagen enthält sowie einen barrierefreien Zugang zum Gebäude ermöglicht.
Kommune ist Bauherr
Bauherr ist das Kommunalunternehmen (KDL) des Landkreises Dillingen mit seinen Geschäftsführern Rosi Mayerle und Georg Feeß. Bereits im Juli hatte der Kreistag dazu die notwendigen Voraussetzungen geschaffen. Durch die nunmehr gefundene Lösung wird die Maßnahme über das KDL realisiert und finanziert. „Damit kann das Objekt gebaut und finanziert werden, ohne bei den anderen Investitionen des Landkreises, vor allem im Bildungsbereich, Abstriche machen zu müssen“, erklärte Landrat Leo Schrell.
Altes Gebäude wird Energie einsparen
Es ist gelungen im Zuge der Planung denkmalpflegerische Belange mit den Ansprüchen des Landkreises an eine ökologische Bauweise zu vereinbaren. Dies bewertete der Landrat positiv. „Es war stets unser Ziel im Zuge der Sanierung den ökologischen Grundgedanken des Energiesparens konsequent umzusetzen. Deshalb wird das sanierte Postgebäude an die Energieversorgung des Hauptgebäudes angeschlossen, das wiederum über die Biomasseheizanlage mit Nahwärme versorgt wird. Daneben wird der Dachbereich gedämmt und die bestehenden Fenster energetisch ertüchtigt. Letztlich werden die durch die „Energieeinsparverordnung 2009 an Neubauten“ vorgegebenen Werte deutlich unterschritten.“
Auch bei der Gestaltung der Freiflächen werden nach Aussage des Landrats ökologische Aspekte Berücksichtigung finden. So sei ein Belag mit Rasengittersteinen vorgesehen, der eine großflächige Versickerung des Niederschlagswassers ermöglicht.
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