Lucia Karmann aus Wertingen ist Podologin
Nach 2000 Stunden Unterricht und 1000 Stunden Praktikum ist Lucia Karmann aus Wertingen jetzt Podologin. Die Ausbildung, die mit dem Staatsexamen abgeschlossen wird, hat sie mit einer glatten eins vollendet.
2000 Stunden Unterricht und 1000 Stunden Praktikum: In den vergangenen drei Jahren hat Lucia Karmann die Ausbildung zur Podologin absolviert. Und das neben ihrem Tagesgeschäft. Bereits seit 2004 hat die 49-jährige ihre Fußpflege Praxis in Wertingen, doch das reichte ihr nicht: "Ich will für die Zukunft gewappnet sein. Künftig wird es auf dem Gebiet der medizinischen Fußpflege Veränderungen geben. Diabetiker dürfen laut Krankenkassen zum Beispiel bald nur noch von Podologen behandelt werden."
Podologe: Abschluss Staatsexamen
Lucia Karmann scheute weder den finanziellen noch zeitlichen Aufwand für diese besondere Fachqualifikation im Bereich der Fußpflege. Die Podologie unterliegt der staatlich anerkannten Ausbildung mit Staatsexamen und ist ein medizinischer Assistenzberuf. Während der Ausbildungszeit waren daher die Anforderungen in medizinischen Kenntnissen sehr umfangreich. "Ich habe in den vergangenen Monaten viel dazu gelernt. Doch der Aufwand hat sich gelohnt."
An Füßen kann man sehen, was der Mensch bewerkstelligen muss
Lucia Karmann schloss kürzlich mit "summa cum laude", also einer glatten Eins ab. Denn schließlich will sie auch weiterhin ihren Kunden die Füße optimal behandeln können.
"Der Fuß ist sehr intim, jeder Mensch hat einen individuellen Fuß. An den Füßen kann man sehen wie es der jeweiligen Person geht, was sie bewerkstelligen muss. Füße sprechen Bände und aus ihnen kann man viel ableiten." Als Podologin ist Lucia Karmann nun bestens für die neuen Bestimmungen auf dem Gebiet der Fußpflege vorbereitet. "Und kann neben dem Arzt heilend wirken."
Ethymologie des Wortes
Der Begriff Podologie wird aus dem Griechischen abgeleitet von podo = der Fuß und logie = die Lehre.
Sie befasst sich mit der nicht-ärztlichen Heilkunde am Fuß. Die Behandlung ist sowohl eine präventive, rehabilitative und auch therapeutische. In Deutschland wurde 2001 das neue Gesetz über den Beruf der Podologin und des Podologen verabschiedet. Seit dem wächst diese Gruppe auch bei uns. Die kosmetische Fußpflege hat ihren Schwerpunkt auf pflegerischen und dekorativen Maßnahmen am gesunden Fuß. Im Gegensatz dazu beschäftigt sich die Podologie mit der medizinisch indizierten Fußbehandlung.
Wer geht zu einem Podologen?
Zu den Patienten mit der Indikation einer podologischen Fußbehandlung gehören unter anderem: Rheumapatienten, Diabetiker und Menschen mit Durchblutungsstörungen. Eine podologische Behandlung kann aber auch bei Nachbehandlungen nach operativen Eingriffen rund um den Fuß notwendig werden.