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Aktuell gibt es am Klinikum Augsburg 274 Menschen, die eine Schwerbehinderung haben bzw. diesen gleichgestellt sind. Weitere 150 Beschäftigte haben eine Behinderung, gelten jedoch nicht als schwer behindert bzw. gleichgestellt. Die Zahl der Beschäftigen mit einer Behinderung, die aufgrund des anerkannten bzw. nicht oder noch nicht anerkannten geringen Grades der Behinderung nicht in Erscheinung treten, ist um ein Vielfaches höher.
Ein behinderten-gerechter Arbeitsplatz allen voran
Beschäftigte mit einer Behinderung arbeiten im Bereich der Pflege, der Ambulanz, dem OP, als Stations-Assistenten, in der Reinigung und auf der Krankenstation. So auch Ursula Meier (Name geändert). Sie ist blind und schon seit vielen Jahren am Klinikum als Bürofachkraft beschäftigt. Ein blinden-gerechter Arbeitsplatz, Schulungen und Weiterbildungen für aktuelle Software-Programme kosten viel Geld. Um den schwer behinderten Mitarbeitern ein optimales Arbeitsumfeld und bestmögliche Arbeits-Bedingungen gewährleisten zu können, erhält das Klinikum Augsburg Fördergelder vom Integrations-Amt der Stadt Augsburg. Auch für Ursula Meier konnte so ein moderner Arbeitsplatz eingerichtet werden, der ihr die Arbeit erleichtert.
Starke Integration der Behinderten am Klinikum Augsburg
„Es gehört zu unserer Sozialkompetenz, für die Anliegen unserer Kolleginnen und Kollegen mit einer Behinderung offen zu sein“, betonte Personal-Management-Leiterin Petra Zarbock. „Obwohl Theorie und Praxis in der Integration von schwer behinderten Menschen oft weit auseinanderklaffen, wurde in den letzten Jahren diesbezüglich sehr viel bewegt. So waren wir eines der ersten Krankenhäuser in Deutschland, das zwischen Vorstand, Personalrat und Schwerbehinderten-Vertretung eine Integrations-Vereinbarung abgeschlossen hat.“
„In der Zusammenarbeit ist jeder Einzelne wichtig“
Das Klinikum Augsburg bieten zudem Ausbildungs-Möglichkeiten für schwer behinderte Menschen, stellt schwer behinderte Menschen neu ein und versucht auch durch Umsetzungen, den Arbeitsplatz für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhalten, die in ihrer ursprünglichen Tätigkeit nicht mehr arbeiten können. „In der Zusammenarbeit ist jede Einzelne und jeder Einzelne wichtig. Gegenseitiger Respekt und Wertschätzung der Kolleginnen und Kollegen sind entscheidend, um Stärken und Schwächen akzeptieren zu können. Heute gehen wir einen Schritt weiter und sprechen von Inklusion“, sagte Wolfgang Munding, Vertrauens-Person für schwer behinderte Menschen am Klinikum. Das Klinikum Augsburg, die Schwerbehinderten-Vertretung und der Personalrat arbeiten zur Teilhabe schwer behinderter Menschen am Arbeitsleben eng zusammen und pflegen einen regen Austausch. Denn jeder Einzelne, den Stärken und Fähigkeiten nach am richtigen Arbeitsplatz eingesetzt, bringt größtmögliche Zufriedenheit für alle.
Weitere Informationen zum Klinikum Augsburg gibt es im Internet auf www.klinikum-augsburg.de.