4 Millionen Euro für Augsburger Universität

Zentrum für IT-basierte technische Dienstleistungen wird gefördert

Augsburg | 27.02.2009

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Wie das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie mitteilte, fließen vier der 174 Millionen Euro, die dem Hause aus dem Konjunkturpaket II insgesamt verfügbar sind, in den Aufbau eines "Zentrums für IT-basierte technische Dienstleistungen" an der Universität Augsburg.

"Vor allem hoch qualifizierte technische Dienstleistungen haben in modernen Industriegesellschaften einen hohen Anteil am Bruttosozialprodukt. Mehr als 60 Prozent aller Arbeitsplätze in Deutschland können der IT-basierten Dienstleistung zugerechnet werden", sagte Wirtschaftsminister Martin Zeil zu der von seinem Haus vorgesehenen Investition in das Augsburger Vorhaben und zu der großen Bedeutung, die diesem Vorhaben aus der Sicht seines Ressorts zukomme.

Knapp 40 Prozent des Konjunkturprogramm II-Etats des bayerischen Wirtschaftsministeriums werden in die Forschungsinfrastruktur des Freistaats investiert. Das Augsburger "Zentrum für IT-basierte technische Dienstleistungen" ist dabei einer von fünf großen Einzelposten in Bayern und der einzige im Regierungsbezirk Schwaben.

Einmalige Chance für IT-Dienstleistungsstandort Augsburg

"Wir wollen mit unserer Freude der noch ausstehenden Entscheidung des Landtags nicht vorgreifen, aber dass das Wirtschaftsministerium unserem Antrag in vollem Umfang nachgekommen ist, sehen wir zum einen als Bestätigung des Erfolgs unserer bisherigen Arbeit und zum anderen als einmalige Chance, Augsburg als führenden Standort auf dem Gebiet der Wirtschaftsinformatik und insbesondere bei den IT-basierten Dienstleistungen weiter zu profilieren", meint Prof. Dr. Hans Ulrich Buhl zu den guten Nachrichten aus München. Buhl ist an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg Inhaber des Lehrstuhls für BWL, Wirtschaftsinformatik, Informations- & Finanzmanagement. Als solcher ist er zugleich Sprecher des von der Universität Augsburg gemeinsam mit der TU München angebotenen Masterstudiengangs "Finanz- & Informationsmanagement" im Elitenetzwerk Bayern und zusammen mit Prof. Dr. Marco Meier wissenschaftlicher Leiter des "Kernkompetenzzentrums Finanz- & Informationsmanagement".

International etabliertes Forschungszentrum

Dieses Kernkompetenzzentrum hat sich rasch nach seiner von der Bayerischen Staatsregierung seinerzeit mit knapp drei Millionen Euro geförderten Gründung im Jahr 2002 als international anerkanntes Forschungszentrum an der Schnittstelle von Finanz- und Informationsmanagement etabliert. In innovativen Projekten unterstützt es seit nunmehr Jahren mit immer wieder bestätigtem Erfolg zahlreiche Global Player aus der Finanzdienstleistungs- und IT-Branche sowie Industrieunternehmen in den Bereichen betriebliche Finanzwirtschaft und Kundenmanagement.

Sich am Markt differenzieren und Wettbewerbsvorteile generieren

"Unsere Stärke und Einmaligkeit", so Buhl zum Kernkompetenzzentrum

Finanz- & Informationsmanagement, "liegt darin, dass wir auf der Grundlage eines ganzheitlichen und interdisziplinären Ansatzes einzigartige Lösungen für komplexe Problemstellungen liefern, die so standardmäßig am Markt noch nicht zu finden sind. National und international mit einschlägig führenden Wissenschaftlern vernetzt, fungieren wir in unseren Projekten als 'Ideenschmiede' und entwickeln für individuelle Problemstellungen gezielt innovative Konzepte und Lösungen, mit denen sich unsere Kunden am Markt differenzieren und im weiteren Verlauf Wettbewerbsvorteile generieren können."

Das neue Zentrum: eine logische Konsequenz

Die Ausweitung dieses Konzepts über das Finanz- und Informationsmanagement hinaus auf weitere Bereiche der Wirtschaftsinformatik und speziell der technischen Dienstleitungen sieht Buhl als logische und fast zwingende Konsequenz des bisherigen wissenschaftlichen wie wirtschaftlichen Erfolgs. Und die vier Millionen Euro, die aus dem Konjunkturprogramm II nun in das neue Augsburger "Zentrum für IT-basierte technische Dienstleistungen" fließen sollen, zeigen, dass dies offenbar auch im Münchener Wirtschaftsministerium sowie in der gesamten bayerischen Staatsregierung so gesehen wird.

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