Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung

Wirtschaftsaufschwung wirkt sich auf Ausbildungsplätze aus

Augsburg | 11.07.2011

Anstieg_Quelle_fotolia
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Nach der Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurden bis zum Stichtag rund 95.300 Ausbildungs-Verträge abgeschlossen.

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung schlossen bis zum Stichtag der Berufsbildungs-Statistik rund 95 300 junge Frauen und Männer einen neuen Ausbildungs-Vertrag in einem der anerkannten Ausbildungs-Berufe des Dualen Systems ab.

Anstieg zum Vorjahr

Gegenüber dem Vorjahr stellt dies einen Anstieg um rund 1 800 Neuabschlüsse bzw. um rund 1,9 Prozent dar. Insgesamt befanden sich im Berichtsjahr 2010 knapp 256 800 Auszubildende in einer dualen Ausbildung. Der Anteil der weiblichen Auszubildenden betrug dabei 40,2 Prozent. Nach Ergebnissen der Berufsbildungs-Statistik 2010 schlossen bis zum Stichtag 31. Dezember in Bayern rund 95 300 junge Frauen und Männer einen neuen Ausbildungs-Vertrag ab. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Daten-Verarbeitung weiter mitteilt, ergibt sich damit ein Anstieg um rund 1,9 Prozent gegenüber dem Jahr 2009.

Anstieg bei neu abgeschlossenen Ausbildungs-Verträgen

Dabei kam es bei vier der sechs bayerischen Ausbildungs-Bereiche zu einem Anstieg bei den neu abgeschlossenen Ausbildungs-Verträgen, darunter auch bei den zwei größten Ausbildungs-Bereichen. So stieg im Ausbildungs-Bereich „Industrie und Handel“, der in Bayern einen Anteil von über 50 Prozent an allen Auszubildenden innehat, im Berichtsjahr 2010 die Zahl der Neuabschlüsse auf 55 250 (+ 2,9 Prozent). Dabei handelt es sich um die dritthöchste Anzahl von Neuabschlüssen seit der Jahrtausend-Wende. Rund 43,3 Prozent der Neuabschlüsse in diesem Bereich entfielen dabei auf weibliche Auszubildende. Einen Anstieg auf rund 28 400 neu abgeschlossene Ausbildungs-Verträge und damit ein Plus von rund 1,4 Prozent meldete das „Handwerk“.

Überdurchschnittlich viele Frauen in „Freien Berufen“

Auf weibliche Auszubildende entfielen dabei rund 26,3 Prozent der Neuabschlüsse. Ausgesprochen konstant präsentierte sich dagegen der Ausbildungs-Bereich „Landwirtschaft“. Bei rund 2 200 Neuabschlüssen im Jahr 2010 waren sechs Neuabschlüsse mehr zu verzeichnen als im Vorjahr. Mit rückläufigen Werten präsentierte sich dagegen erneut der Ausbildungs-Bereich „Freie Berufe“. Hier ging die Zahl der Neuabschlüsse 2010 um rund 1,2 Prozent auf rund 7 500 zurück. Überdurchschnittlich hoch ist in diesem Bereich der Frauenanteil. Rund 95,8 Prozent aller Neuabschlüsse entfielen auf weibliche Auszubildende. Zu den „Freien Berufen“ zählen beispielsweise medizinische und zahnmedizinische Fachangestellte sowie Steuer- und Rechtsanwalts-Fachangestellte.

Hoher Anteil weiblicher Auszubildenden im Bereich „Hauswirtschaft“

Einen ähnlich hohen Anteil an weiblichen Auszubildenden erreicht traditionell nur noch der Ausbildungsbereich „Hauswirtschaft“. Hier entfielen rund 93,7 Prozent der Neuabschlüsse auf weibliche Auszubildende. Insgesamt wurden hier rund 430 Neuabschlüsse für 2010 gemeldet und damit sechs mehr als 2009. Gegen den bayerischen Trend präsentierte sich auch der Ausbildungs-Bereich „Öffentlicher Dienst“. Hier kam es bei den neu abgeschlossenen Ausbildungs-Verträgen zu einem Rückgang von rund 90 Neuabschlüssen bzw. rund 6,0 Prozent auf nunmehr rund 1 500 neu Auszubildende.

www.statistik.bayern.de

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