
Christine Haderthauer
Zur Veröffentlichung der Broschüre „Sozialwirtschaft Bayern“ meinte Sozialministerin Haderthauer: „Sozialwirtschaft ist wichtiger Motor für Wachstum und Beschäftigung!“
Zur Veröffentlichung der Broschüre „Sozialwirtschaft Bayern“ erklärt Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer: „Mit 300.000 Erwerbstätigen arbeiten rund 5 Prozent der bayerischen Beschäftigten in der Sozialwirtschaft. Das sind deutlich mehr Menschen als im Kredit- und Versicherungsgewerbe oder in der Automobilindustrie. Beachtlich ist auch der Beitrag der Sozialwirtschaft zur Bruttowertschöpfung, der mit 12 Milliarden Euro etwa 3,2 Prozent des bayerischen Bruttoinlandsprodukts ausmacht.“
Bayerns Sozialwirtschaft
Zudem meint Haderthauer, dass Aufwendungen für diesen Bereich künftig investive Ausgaben bewertet werden. Denn im Hinblick auf die positiven Auswirkungen auf Wachstum und Beschäftigung wurden sie bisher als konsumtive Ausgaben betrachtet. Dies gilt umso mehr, weil das die Studie zeigen konnte: Etwa 50 Prozent der Ausgaben für Soziales in Form von Steuern oder Sozialversicherungs-Beiträgen fließen an die öffentliche Hand zurück. Um damit beispielsweise neue Investitionen zu finanzieren. Zudem soll Arbeit mit Menschen nicht schlechter bezahlt werden als Arbeit an Maschinen und Schreibtischen. „Der Fachkräftemangel im Pflegebereich und im Bereich der Kindertagesstätten macht hier ein Umdenken erforderlich“, so Haderthauer. Erste Schritte waren in Bayern die ’Gipfelgespräche zur Zukunft der sozialen Berufe’, das ‚Bündnis für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in der Altenpflege’ und die Kampagne ‚HERZWERKER’.
Was ist die Broschüre „Sozialwirtschaft Bayern“?
Mit dem Forschungsprojekt werden „Aufgaben und Leistungen der Sozialwirtschaft in Bayern“ erfasst. Diese werden in ihrer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung beschrieben. Die Broschüre „Sozialwirtschaft Bayern“ ist das Ergebnis einer bundesweit einmaligen Studie. Diese wurde von der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Bayern in Auftrag gegeben. Das Bayerische Sozialministerium bezuschusste dieses Projekt mit 70.000 Euro. Ziel dieser Studie ist, eine Basis zu schaffen, um bestehende Daten zur Sozialwirtschaft in Bayern zu systematisieren und vereinheitlichen. Auf 40 Seiten legen die Professoren Puch und Schellberg von der Evangelischen Fachhochschule Nürnberg eindrucksvoll ihre Erkenntnisse dar. Die enorme Bedeutung sozialer Arbeit für Volkswirtschaft und Gesellschaft steht im Mittelpunkt. Die Broschüre kann bei der Geschäftsstelle der Landesarbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege, Lessingstraße 1, 80336 München, bezogen werden.
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