Hochschule Augsburg

Studenten interaktiver Medien präsentieren Praxisprojekte

Augsburg | 28.07.2010

Hochschule Augsburg Präsentation Praxisprojekte Let's call it science
Hochschule Augsburg Präsentation Praxisprojekte

Gestern stellten Studierende der Interaktiven Medien in der Hochschule Augsburg – University of Applied Sciences ihre Praxisprojekte vor. Sehen Sie hier die ersten Eindrücke.

Gestern stellten Studenten des sechsten Semesters der Hochschule Augsburg ihre äußerst vielfältigen Praxisprojekte vor. Diese bedienen sich eines breiten Spektrums an interaktiven Medien. Jens Müller, Dekan der Fakultät für Gestaltung, eröffnete den Abend. Die Projekte seien "nicht machbar, wenn man das alleine macht – machbar wenn man zusammenarbeitet". Ein wichtiger Faktor im Praxisprojekt sei die Zeit. "Man muss die Zeit auch so nutzen, dass es Platz gibt für Sackgassen und Irrtümer". In diesem Zusammenhang kritisierte er den Bologna-Prozess, der dies nicht berücksichtigt, sondern rein auf Effektivität abzielt.

Stadtwerke Augsburg: "xio screen"

Der "xio screen" wurde in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Augsburg entwickelt. Es ist ein Bildschirm, auf dem beispielsweise News angezeigt werden. Aber auch Informationen über die Leistung der Stadtwerke Augsburg sind darauf zu sehen. Ein Prototyp wird im Eingangsbereich der Stadtwerke platziert. Geplant ist der "xio screen" außerdem für öffentliche Plätze wie den Kö. Desweiteren hat die Projektgruppe eine Webseite für Smartphones erstellt. Hier werden die Nachrichten ebenfalls angezeigt, zudem kann man die Quellen anschauen oder beispielsweise Fahrpläne herunterladen.

"m-Portal" in Zusammenarbeit mit Weltbild

Ein anderes Projekt ist das in Zusammenarbeit mit Weltbild entstandene "m-Portal". Die Projektgruppe hatte für den Smartphone Webshop von Weltbild einen professionellen Usability Test durchgeführt. Die dadurch aufgedeckten Mängel werden aktuell von Weltbild bearbeitet. Der zweite Teil des Projekts ist eine Smartphone Anwendung, die auf dem Prinzip Augmented Reality arbeitet. Man kann also durch Augsburg gehen und seinen Weg auf dem Smartphone betrachten. Dabei werden Points of Interest angezeigt: Cafés, Restaurants und Weltbild-Läden.

"Full Dome Musikvisualisierung" für das Sparkassen-Planetarium

Abseits vom Programmieren hatte sich eine Projektgruppe mit einer "Full Dome Musikvisualisierung" beschäftigt: Für das Sparkassen-Planetarium war mit 3D Software ein Film produziert worden. Mit der Realisierung des Projekts hatten die Studenten jedoch bisher unbekannte Dimensionen betreten: Filme, die in der Kuppel des Planetariums gezeigt werden, sind 4096x4096 Pixel groß. Die Rechenleistung, die hier für das Rendern gefordert wird, ist ungeheuerlich. Zu diesem Zweck hatten die Studenten in der Hochschule eine "Renderfarm" aufgebaut: Mehrere PCs werden vernetzt und rendern gemeinsam. "Die Rechner haben jetzt ungefähr drei Wochen lang nonstop durchgerendert und wir sind froh, dass wir halbwegs fertig sind." Doch das Resultat, wenn auch noch nicht das Endgültige, konnte sich sehen lassen.

Flash-Game für Facebook

Die vierte Gruppe stellte ein Flash-Game für Facebook vor. Flashgames sind auf Facebook eine beliebte Applikation. Das Spiel ist ein Multiplayer Trading Card Game. Ziel ist es, durch geschicktes Handeln und Sammeln von Tierkarten möglichst viele Tiere zu erhalten und ihnen ein neues Zuhause auf den eigenen Inseln zu geben.

"JRegain" für Wiedererlernung kognitiver Fähigkeiten

"JRegain" ist eine computergestützte Therapievariante zur Wiedererlangung essenzieller kognitiver Fähigkeiten, die das Gehirn betreffen. Sie können nach Unfällen oder Krankheiten abhandenkommen. In Zusammenarbeit mit dem Therapiezentrum Burgau wurden Übungsmodule erarbeitet: Diese trainieren Reaktion, Aufmerksamkeit und Konzentration. Auch die Feinmotorik wird gefördert.

Projekt mit arte

Die "arte"-Projektgruppe widmete sich der Konzeption und Umsetzung einer Webplattform. Diese soll Inhalte des Fernsehsender ARTE und Content von kreativen Internetnutzern zu verbinden. Desweiteren wurde eine mögliche Verbindung von Web, Fernsehen und realer Welt erarbeitet. Das Projekt lässt die Grenzen von Sender und Empfänger verschwimmen. Der tiefere Sinn dahinter ist, die Marke ARTE stärker in den Alltag "Kreativer" zu bringen. Diese Verschmelzung soll somit nicht nur im Web stattfinden, sondern dem Sender auch eine Plattform in der realen, urbanen Welt bieten. Information an Ständen Nach den Projektpräsentationen konnten sich die Besucher an Ständen informieren. Die entwickelten Anwendungen konnten ausprobiert werden. Außerdem waren Vertreter der kooperierenden Firmen wie der Stadtwerke Augsburg anwesend. Fotos von der Veranstaltung gibt es hier.

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