
Teamstärke und Begeisterungsfähigkeit zeichnen die Wirtschaftsjunioren aus
Die Wirtschaftsjunioren Augsburg und die Vorstandsriege des FCA trafen sich zu einer Podiumsdiskussion: Wer profitiert von wem – die Stadt vom Verein oder umgekehrt?
Teilnehmer waren Walter Seinsch und Peter Bircks vom Aufsichtsrat des FCA. Außerdem war der städtische Projektleiter der Frauen-WM Bernhard Rotter zugegen. Auch Anton Asam, Vertriebsleiter der Stadtwerke Augsburg nahm an der Diskussion teil.
Impuls arena und Frauenfußball-WM
Fazit des Treffens von Vertretern der Wirtschaftsjunioren mit den FCA-Vorständen: Die erfolgreiche Saison hat bundesweit das Image der Stadt Augsburg gestärkt. Zudem stellen die rund 5 Millionen Euro ausgewiesenen FCA-Steuergelder (2009) einen erheblichen Wirtschaftsfaktor dar. Der heimische Wirtschaftsstandort profitiert: Sowohl FCA-Management als auch Wirtschaftsjunioren sehen eine deutliche positive Auswirkung von impuls arena und der Frauenfußball-WM.
Was ein Aufstieg in die 1. Liga verändern würde
Walter Seinsch vom Aufsichtsrat des FCA zu Beginn: "Wenn ein Auswärtiger eine berufliche Tätigkeit in unserer Stadt aufnimmt, lautet spätestens seine zweite Frage: Was ist mit Fußball in Augsburg?" Natürlich wäre ein Aufstieg in die 1. Liga auch ein wirtschaftlicher Erfolg gewesen: Jetzt beläuft sich der Etat des Vereins um die 14 Millionen. In der 1. Liga stünden etwa 25 Millionen zur Verfügung. Die finanziellen Mittel schränken in vielerlei Hinsicht ein. Der Glücksgriff in der Trainerwahl lässt jedoch weiter auf einen Erfolg hoffen.
Auswirkungen der Frauenfußball-WM 2011
Die Frauenfußball-WM 2011 als südlichster Austragungsort Deutschlands dient der Imagewerbung Augsburgs. "Neben Public Viewing wird es auch ein kulturelles Rahmenprogramm geben", verriet Bernhard Rotter von den Plänen der Stadt. "Es wird ein wunderbares Ereignis werden", kommentierte FCA-Vorstand Walter Seinsch.
Anderes Thema: Stadionerweiterung
Das Thema "Außenfassade" wurde ebenfalls zur Debatte gestellt. Doch der FCA-Vorstand gab zu verstehen: "Erst muss die Finanzierung gesichert sein, wir planen alles step by step. Außerdem ist unter dem Aspekt der Stadionerweiterung die Anbringung einer Außenfassade weder bautechnisch noch wirtschaftlich sinnvoll."
Profifußball als wirtschaftliche Grundlage in Deutschland unverzichtbar
Eine aktuelle Studie (Stand: März 2010) von McKinsey & Company hat es schwarz auf weiß errechnet: Der Profifußball erzeugt jährlich eine Wertschöpfung von mehr als 5 Milliarden Euro. Damit trägt er jeden fünfhundertsten Euro zum Bruttoinlandsprodukt in Deutschland bei. Nach den großen Vereinserfolgen des FCA denkt Walter Seinsch übrigens noch lange nicht an den Ruhestand: "Ich habe noch vor, ein paar Jahrzehnte zu machen."
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