Augsburg | 08.11.2010

Staatssekretärin Melanie Huml besuchte Klinikum Augsburg
Am 3. November 2010 besuchte Staatssekretärin Melanie Huml das Klinikum Augsburg. Dabei standen Gesundheitsversorgung für Jung und Alt im Blickpunkt.
Bei ihrem Besuch informierte sich die Staatssekretärin über die Arbeit des Fördervereins mukis, das neue Eltern-Kind-Zentrum sowie die VITA-Station für Alterstraumatologie. Melanie Huml hat früher selbst früher als Ärztin am Bamberger Krankenhaus gearbeitet. Sie zeigte sich sichtlich beeindruckt vom Angebot und dem Engagement am Klinikum Augsburg. "Wir freuen uns, den Neubau des Eltern-Kind-Zentrums mit 27 Millionen Euro durch den Freistaat zu unterstützen."
Melanie Huml folgte der Einladung von Max Strehle
Er ein Landtagsabgeordneter und hat im vergangenen Jahr den Förderverein mukis ins Leben gerufen. Die Abkürzung steht für das neue Schwäbische Mutter-Kind-Zentrum. Also für die Verbindung von Familienstation, Geburtshilfe und Kinderklinik. Nach wenigen Monaten kann er stolz vermelden, "dass die ersten 100.000 Spendengelder durch größere und kleinere Spendenaktionen eingegangen sind." Strehle ist Verwaltungsratsmitglied am Klinikum. Er hofft, dass der Baubeginn des neuen Eltern-Kind-Zentrums im Frühjahr 2011 als Signal von der Bevölkerung verstanden wird: "Jetzt geht es los!" Denn neben der öffentlichen Finanzierung sind für den Ausbau der Wöchnerinnenstationen auch Spendengelder notwendig, um ein optimale Lösung zu realisieren.
Ersatz der Kinderklinik ist dringend notwendig
Das weiß auch Staatsekretärin Melanie Huml. Das neue Zentrum mit Verbindung von Operationsbereich, Kreißsaal, Kinder-Intensivstation sowie Familienstation ist eine "wichtige Wand-an-Wand-Lösung". Damit stellt das neue Eltern-Kind-Zentrum den ersten Bauabschnitt der weiteren Maßnahmen des Klinikums Augsburg im Rahmen des Masterplans dar. "Wir krempeln die Ärmel hoch und legen los", so Klinikum-Vorstand Alexander Schmidtke. In kurzer Bauzeit soll das moderne Zentrum realisiert werden. Schon 2013 soll eine integrierte Versorgung stattfinden können.
Umfassende interdisziplinäre Betreuung für hochbetagte Patienten
Die VITA-Station ist eine unfallchirurgische Akutstation des Klinikums Augsburg mit 44 Betten für geriatrische Trauma-Patienten. Diese sind im Durchschnitt 83 Jahre alt. "Ziel der VITA ist die Minimierung des individuellen, gesundheitlichen Bedrohungspotentials. Einer muskuloskeletalen Erkrankung, meist einer sturzbedingten Altersfraktur", erklärt Schmidtke. "Alte Patienten sind erheblich durch einen Verlust von Selbsthilfefähigkeit mit anschließender Pflegebedürftigkeit bedroht. Auch die hervorragenden Fortschritte der chirurgischen und intensivmedizinischen Methoden in den letzten Jahrzehnten haben daran nichts geändert." Der VITA-Ansatz geht davon aus, dass mit der Einbeziehung über die chirurgische Versorgung hinausgehender Aspekte deutlich bessere Ergebnisse für die Patienten erzielt werden können. Daher rückt die VITA das Management der alterstypischen Multimorbidität von Anfang an in den Mittelpunkt. In den bisherigen Strukturen konnte dies oft nur spät, punktuell oder gar nicht gewährleistet werden. "Die ersten Projektergebnisse sind sehr ermutigend: Es gelingt, Komplikationen und daraus resultierende Pflegebedürftigkeit bei alterstraumatologischen Patienten deutlich zu reduzieren", so Schmidtke. "Das ist ein deutlicher qualitativer Gewinn für die Patienten, der gleichzeitig Kosten senkt."
Jung und Alt waren vereint
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