Augsburg | 01.02.2012

Gruppenfoto der Referenten und Gastgeber, Foto: Regio Augsburg Wirtschaft GmbH
Ressourceneffizienz hat in der Wirtschaft einen doppelten Stellenwert. Sie entlastet die Umwelt und steigert die Wettbewerbsfähigkeit. 30 Prozent des schwindenden Erdöls verbraucht die Industrie. Um Bestand zu haben, müssen für die Wirtschaft folglich alternative Technologien entwickelt werden. Um dieses Thema ging es bei einem Fachtreffen bei der Firma Eurocopter in Donauwörth.
Rund 150 Gäste waren der Einladung auf das Firmengelände der Eurocopter Deutschland GmbH gefolgt, um sich dort aus erster Hand zum Thema Ressourceneffizienz durch Faserverbund-Technologie zu informieren. Ein illustrer Kreis an Rednern zeigte die Bedeutung der Faserverbund-Technologie im Wirtschaftsraum Augsburg mit den Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg. Für die Region Nordschwaben begrüßte Stefan Rößle, Landrat des Landkreis Donau-Ries, die Gäste. Friedrich-W. Hormel, Mitglied der Geschäftsführung Eurocopter Deutschland GmbH, Dr. Andreas Kopton, Präsident der Industrie- und Handelskammer Schwaben und Jürgen Schmid, Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, hießen die Gäste zu den Vorträgen willkommen.
Interessante Vorträge rund um die Bedeutung der Faserverbund-Technologie
Über die komplexe CFK Türen-Produktion in energieeffizienter Umgebung und dem damit verbundenen fortschrittlichen Technologien besonders im Leichtbau referierte Wilhelm Rosskopf, Firma Eurocopter Deutschland GmbH. Wie wichtig Faserverbundwerkstoffe im Bootsbau sind, erläuterte Gerhard Nusser, Nusser Yachtbau. Franz Weißgerber, Geschäftsführer der iii-Carbon sprach für die Mittelständler der Region. Aus seiner Sicht als Unternehmer und Wissenschaftler informierte Herr Prof. Dr.-Ing. Manfred Hirt, ehemaliger Vorstandssprecher der Renk AG und aktueller Sprecher des Kompetenzrates Augsburg Innovationspark, zum Vorhaben Augsburg Innovationspark, der gerade auf einem Gelände von 70 ha benachbart zur Universität Augsburg am Entstehen ist.
Faserverbund-Technologie wird im Innovationspark vorangetrieben
Im Wirtschaftsraum Augsburg bündeln die Kompetenzfelder Faserverbund-Technologie, Luft- und Raumfahrt, Mechatronik und Automation, Umwelttechnologie sowie Informations- und Kommunikations-Technologie ihre Ressourcen. Durch fachliche Kooperation und räumliche Integration im Augsburg Innovationspark treiben Politik, Wirtschaft und Wissenschaft Innovationen effizient voran. Besonders für Industrie und Handwerk wird es immer wichtiger, dass sie auf Forschungsfortschritte zurückgreifen können, die ihnen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffen. Hervorgetan hat sich in den letzten Jahren die Faserverbund-Technologie, die unter anderem im und mit dem Augsburg Innovationspark, vorangetrieben wird.
Wirtschaftsraum Augsburg setzt auf CFK
Europaweit beachtet wird die Kooperation im Wirtschaftsraum Augsburg zum ressourcen-effizienten Werkstoff Carbon und die räumliche Integration aller Kompetenzen zum Thema Ressourceneffizienz im Augsburg Innovationspark. Der Erfolg des regionalen Projektes MAI Carbon im bundesdeutschen Spitzencluster-Wettbewerb unterstreicht dies ebenfalls (B4BSCHWABEN berichtete). Schon früh erkannte der Wirtschaftsraum Augsburg die Chancen von carbonfaser-verstärkten Kunststoffen (CFK). Belastbarer als Stahl, aber deutlich leichter eignet er sich für Anwendungsfelder, in denen Effizienz und das Einsparen von Energie im Vordergrund stehen. Gleich zwei namhafte Einrichtungen forschen im Wirtschaftsraum Augsburg zu Leichtbau: Die Fraunhofer Gesellschaft mit zwei Forschergruppen und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt.
Partner vor Ort
Die Kooperationspartner der Wirtschaft sitzen direkt vor Ort. SGL Carbon ist das einzige europäische Unternehmen, das den Hochleistungs-Werkstoff in großem Maßstab herstellt. Für die industrielle Produktion bzw. Verarbeitung von Carbon-Teilen kommt das Kompetenzfeld Mechatronik & Automation hinzu. Im Verbundprojekt CFK-Tex entwickelt das iwb Anwenderzentrum Augsburg mit Partnern wie dem Technologieführer KUKA Roboter GmbH die automatisierte Produktion von CFK-Bauteilen. Das neue Forschungs-Verbundprojekt FORCIMA beschäftigt sich mit CFK/Metall-Mischbauweise im Maschinen- und Anlagenbau. Schließlich vereint die Aerospace Area Augsburg noch die führenden Vertreter der wichtigen Anwenderbranche Flug- und Raumfahrt.
Für mehr Informationen: www.augsburg-innovationspark.com oder unter www.regio-augsburg-wirtschaft.de
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