Augsburg | 12.05.2011

KUKA: Neue Technologien im Medizinbereich
Die Augsburger KUKA AG darf sich nach dem ersten Quartal 2011 über gute Zahlen freuen: Die Auftragseingänge sind fast wieder auf dem Niveau vor der Wirtschaftskrise, der Bereich KUKA Robotics verzeichnet die besten Zahlen in seiner Geschichte.
Über fünfzig Prozent mehr Auftragseingänge verzeichnete die KUKA AG im ersten Quartal 2011 – das Gesamtvolumen von fast 400 Mio. Euro ist nicht weit entfernt vom Rekordwert 2008. Danach kam die Wirtschaftskrise, die nun offenbar überwunden scheint. Die Erholung der Weltwirtschaft treibt die Aufträge bei KUKA an, insbesondere die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) investieren. Sie machen mittlerweile fast 20 Prozent des KUKA-Umsatzes aus.
KUKA Robotics und General Industry profitieren am Meisten
Größter Gewinner der ersten Quartals 2011 ist aber der Geschäftsbereich Robotics: Ein Plus von knapp 60 Prozent bringt dem früher kriselnden KUKA-Bereich ein Allzeithoch ein. Die Gewinnmarge steigt von 0,6 Prozent im Jahr 2010 auf 7,4 Prozent. Die KUKA-Konzernführung führt dies in erster Linie auf die hohen Bestellungen aus der internationalen Automobil-Industrie zurück. Auch die kritische Lage in Japan soll daran nichts ändern: KUKA hätte von der Situation in Japan keine negativen Auswirkungen gespürt. Man beobachte die Situation und arbeite weiter eng mit den Zulieferern zusammen.
KUKA plant Milliardenumsatz
Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse des KUKA-Konzerns um 56,1 Prozent auf 326,5 Millionen Euro. KUKA befindet sich damit auf bestem Wege, die gesteckten Ziele zu übertreffen und korrigierte deswegen nach oben: 1,2 Milliarden Euro Jahresumsatz hofft KUKA zu erreichen. Mit diesem Ergebnis wäre KUKA endgültig wieder auf dem Stand von 2008 angekommen. KUKA-CEO Dr. Till Reuter ist angesichts der Quartalszahlen „sehr zuversichtlich“.
Gewinnmarge von über fünf Prozent geplant
Vor Zinsen und Steuern lag die KUKA AG im ersten Quartal bei einem Gewinn von 14,7 Mio. Euro, nachdem KUKA im Vorjahr noch 0,8 Mio. Euro Verlust ausweisen musste. Bis zum Jahresende soll KUKA noch rentabler werden: Momentan liegt die Rate bei 4,5 Prozent, das Ziel in den nächsten Quartalen sind fünf Prozent. Erreichen will KUKA dieses Ziel durch höhere Kapazitäts-Auslastung und eine stärkere Fokussierung auf die Sparte „General Industry“.
Fast 400 neue Mitarbeiter in den letzten zwölf Monaten
Für diese ambitionierten Ziele wurde auch das KUKA-Personal aufgestockt. Im Quartalsvergleich arbeiten heute 393 Mitarbeiter mehr für KUKA als noch im Vorjahr. Insgesamt schafft KUKA damit weltweit 6.192 Arbeitsplätze – ein guter Teil davon in Bayerisch-Schwaben: Das KUKA-Hauptquartier sowie zwei Niederlassungen befinden sich in Augsburg und Gersthofen.
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