Augsburg | 01.10.2010

hwk Schwaben Kammersieger/-innen
Mit 66 Kammersieger/-innen beim Leistungswettbewerb der Schwäbischen Handwerksjugend gab es heuer so viele wie noch nie!
Dieses Jahr gab es 12 Sieger beim Leistungswettbewerb und damit die höchste Anzahl der letzten zehn Jahre! Mit einer Feier im Servicezentrum der Handwerkskammer für Schwaben (HWK) ehrte das Handwerk die Siegerinnen und Sieger. Ausgezeichnet wurde die beste praktische Arbeit. „Wer in jungen Jahren seine Ausbildung mit einem Kammersieg krönen kann, hat bewiesen, dass er nicht nur leistungsfähig, sondern bereit für neue Herausforderungen ist,“ lobte Jürgen Schmid, Präsident der Handwerkskammer (HWK). Die „typischen“ Männerberufe werden zusehends von Frauen mustergültig besetzt. So gab es beispielsweise eine Automobilkauffrau, eine Glaserin, eine Mechatronikerin (für Kältetechnik) und eine Systemelektronikerin als Kammersiegerinnen.
Flexibilität und stetiges Vorankommen zählen
Schmid ermunterte die Kammersiegerinnen und Kammersieger, konsequent ihr Interesse, ihre Flexibilität und ihre Leistungsfähigkeit einzusetzen und auszubauen. Denn diese Eigenschaften seien die besonderen Merkmale des Handwerks. „Es werden sich nur diejenigen durchsetzen, die offen sind für neue Orte und Formen der Arbeitswelt," betonte Schmid.
Er forderte zur Nutzung von Weiterbildungsangeboten auf. „Je zeitgemäßer Sie in Ihren Berufen sind, umso größer sind Ihre Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt und Ihr persönliches Auskommen. Eine abgeschlossene handwerkliche Ausbildung sei ein hervorragender Türöffner und Sprungbrett in viele Richtungen. „Das Handwerk bietet interessante Aufgabengebiete und Entwicklungsmöglichkeiten," gab Schmid den Jugendlichen mit auf den Weg.
Wie gut ihre Chancen sind, wissen die Jugendlichen offensichtlich ganz genau. Schmid zitierte aus der neuesten Shell-Studie. Demnach zeigten sich 59 Prozent der jungen Leute uneingeschränkt zuversichtlich. Tugenden und Ideale wie Fleiß, Pflichterfüllung oder familiäres Glück stehen bei vielen Jugendlichen hoch im Kurs. Der Präsident erklärte begeistert: „Sie sind das Beste, was sich das Handwerk in diesen Zeiten wünschen kann!“
Beste praktische Arbeit ist Voraussetzung für Teilnahme
An dem Wettbewerb konnten sich Nachwuchshandwerker bis zu einem Alter von 25 Jahren beteiligen. Zur Teilnahme gemeldet wurden Absolventen mit der besten praktischen Prüfungsarbeit der Gesellenprüfung 2010. Teilweise wurde das angefertigte Gesellenstück eingereicht, in anderen Berufen mussten zusätzliche Arbeitsproben erstellt werden (Friseur, Bau-, Nahrungsmittelhandwerk). Der Kammersieg ist gleichzeitig die Voraussetzung, an weiteren Berufswettbewerben teilzunehmen. So sind die nächsten Ebenen der Landeswettbewerb und der Bundeswettbewerb. Auch auf internationalem Parkett werden Berufschampionate durchgeführt.
Silberne Ehrennadel für die Ausbilder
Besonderen Dank zollte Präsident Jürgen Schmid den Ausbildern in den Unternehmen. „Hier werden gute Neigungen und Geschick erkannt und gefördert,“ betonte er in seiner Ansprache. Sechs Betriebe wurden mit der silbernen Ehrennadel des Schwäbischen Handwerks ausgezeichnet, weil sie mit dem diesjährigen Leistungswettbewerb den dritten Kammersieger stellten.
Weitere Auszeichnungen wurden „aufgrund großer Verdienste um das Handwerk“ Personen verliehen, die als jahrelange Mitglieder in den Prüfungsausschüssen engagiert für ein ausgewogenes, zeitgemäßes Prüfungswesen eingetreten sind.
Die Listen der Kammersieger/Innen mit Ausbildungsberuf und Ausbildungsbetrieb sowie der Ausbilder, die die silberne Ehrennadel/Urkunde erhalten haben, können im Internet unter http://www.hwk-schwaben.de(Pressemitteilungen) abgerufen werden. Ebenso stehen dort Fotos zum Download zur Verfügung.
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