IGS

Markus Ferber im Industriepark Gersthofen

Augsburg | 06.09.2010

Markus Ferber besuht IGS
Heinz Mergel, Dr. Hermann Teufel, MdEP Markus Ferber, Holger Amberg

Markus Ferber, Mitglied des Europaparlaments, hat den Industriepark Gersthofen besucht. Er bekundete Interesse für die Entwicklung im Industriepark und sagte Unterstützung zu.

EU-Parlamentarier Markus Ferber (CSU) besuchte den IGS, der Standortbetreibergesellschaft des Industrieparks Gersthofen. Zu Beginn erzählte Heinz Mergel, Leiter des Industrieparks, was sich in den letzten Jahren in dem ehemaligen Chemiewerk verändert hat. Und wie der Dienstleister IGS auf den konjunkturellen Einbruch reagiert hat. Darüber hinaus wurden die Themen Ausbildung und Energieeffizienz intensiv mit der IGS-Geschäftsführung diskutiert.

IGS bietet Ausbildung auch in Teilbereichen an

Die Unternehmen im Industriepark Gersthofen setzen nach wie vor auf die Ausbildung qualifizierter Nachwuchskräfte im eigenen Haus. Genauer gesagt bei der IGS, einem der größten Ausbildungsbetriebe in der Region. Diese Vorgehensweise hat sich seit vielen Jahren bewährt. In diesem Jahr haben am 1. September 20 Lehrlinge ihre Ausbildung bei IGS begonnen.

Prüfungsvorbereitung separat buchbar

Auf großes Interesse stieß bei Ferber die Information, dass die IGS in ihrem modernen Ausbildungszentrum noch Platz für Lehrlinge von externen Firmen habe. So können zum Beispiel einzelne Module der Ausbildung zum Industriemechaniker bei der IGS beauftragt werden. Beispielsweise wenn ein Teil der technischen Ausrüstung – wie eine Fräsmaschine – fehle, betonte IGS-Geschäftsführer Dr. Hermann Teufel. Auch die Prüfungsvorbereitung in den Chemieberufen Chemikant oder Chemielaborant ist separat buchbar. Von diesem Angebot machen bereits einige Firmen in Schwaben Gebrauch. Sie nutzen für ihre Auszubildenden das Lehrtechnikum, in dem die wichtigsten verfahrenstechnischen Schritte erlernt werden können.

Maßnahmen zur Energieeffizienz schaffen Standortvorteile

Holger Amberg ist kaufmännischer Geschäftsführer der IGS. Amberg machte deutlich, welche Maßnahmen die IGS in der Vergangenheit zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Standortsicherung realisiert hat. Dazu zählt die Errichtung des EBS (Ersatzbrennstoff)-Kraftwerkes. Dieses versorgt die produzierenden Unternehmen am Standort seit gut einem Jahr mit preisgünstigem Prozessdampf. Und dadurch trägt es wesentlich dazu bei, dass die Firmen im Wettbewerb bestehen können. Aber auch die Attraktivität des Industrieparks für Neuansiedlungen konnte durch die Vorteile günstiger Energiepreise deutlich verbessert werden. Ebenso durch eine zeitgemäße Infrastruktur.

Unterstützung durch die Politik gefordert

Bei der Entwicklung der EU-Gesetzgebung hin zur Umsetzung in nationales Recht sieht die Geschäftsführung der IGS in einigen Bereichen Probleme. Der IGS fordert hier Unterstützung durch die Politik. Dies betrifft besonders die anstehende Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes. In diesem Zusammenhang mit der nutzten die Gastgeber die Gelegenheit, die möglichen negativen Auswirkungen auf die Betreiber von Werksnetzen in der Energieversorgung darzustellen. Markus Ferber versprach eine detaillierte Klärung. Außerdem Unterstützung bei der nationalen Umsetzung im Sinne der produzierenden Unternehmen in Industrieparks.

Diskussion über Pläne der Politik

Die Auswirkungen der geplanten Kürzung von Entlastungen bei der Energiesteuer auf die chemische Industrie wurden mit dem EU-Parlamentarier kontrovers diskutiert. "Übergeordnetes Ziel der Politik sollte die Standortsicherung für die Chemie in Deutschland sein. Um eine Abwanderung dieser Branche ins Ausland zu verhindern" sagte Holger Amberg. Die vorgesehenen Gesetzesänderungen würden nach Angaben der Verbände zu einer steuerlichen Mehrbelastung der chemischen Industrie in Deutschland von bis zu 200 Millionen Euro pro Jahr führen. Ferber sagte auch in diesem Bereich Klärung zu. Er machte aber gleichzeitig deutlich, dass in der momentanen Situation die Konsolidierung des Staatshaushaltes Vorrang habe.

Markus Ferber regte an, die weitere Entwicklung im Bereich der Energiegesetzgebung im Auge zu behalten und ihn auf direktem Weg mit Informationen aus der betrieblichen Praxis zu versorgen. Den Abschluss des Besuches bildete ein Rundgang im EBS-Kraftwerk.

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