Augsburg | 10.02.2012

Christiane de Santana, Beauftragte der IG Metall Augsburg, Foto: B4BSCHWABEN
Christiane de Santana, erste Bevollmächtigte der IG Metall Augsburg, reagiert empört auf die veröffentlichten Personal-Abbauzahlen der Osram Standorte Augsburg und Schwabmünchen.
Santana: „Wie schon bei manroland und Washtec hat auch bei Osram nicht der Vorstand die Zahlen auf den Belegschafts-Versammlungen veröffentlicht, sondern diese durch das Management verkünden lassen. Mittlerweile macht sich eine Kultur der Nichtverantwortung und Wegduckens von Vorständen breit". 425 Kolleginnen und Kollegen von insgesamt über 2.100 Beschäftigten stehen in drei Werken zur Disposition. Das ist jeder fünfte Arbeitsplatz. Den größten Teil wird das Werk Augsburg zu tragen haben, so Armellini, Gewerkschaftssekretär und Betriebsbetreuer der Osram Standorte Augsburg.
Bisher keine Zusagen für Investitionen in Zukunftsprodukte
Im Werk Augsburg werden Energie-Sparlampen sowie Leuchtstoff-Röhren gefertigt. Das Maschinenwerk entwickelt und fertigt Maschinen zur Fertigung. In Schwabmünchen entstehen unter anderem Vorerzeugnisse für das Werk Augsburg. „Wenn der Wandel zur LED Technologie weiter so schnell vollzogen wird, braucht und will kein Mensch mehr herkömmliche Leuchtmittel", so Armellini. „Bisher gibt es keinerlei Zusagen für nachhaltige Investitionen an den Standorten. Alternativen und Zukunftsprodukte fehlen - damit befürchten wir mittelfristig die Schließung der Standorte“, erklärt Armelli, der Betriebsbetreuer der Osram Standorte Augsburg.
"Gibt es von Unternehmensseite keine Lösungen, wird es zu Konflikten kommen“
„Die uns vorgelegten Zahlen haben wir zur Kenntnis genommen", so Willi Sattler, Betriebsrats-Vorsitzender Osram Augsburg. Erst wenn der Prozess der Überprüfung abgeschlossen ist, sind wir gemeinsam mit der IG Metall bereit Verhandlungen zum Interessenausgleich mit der Unternehmensseite aufzunehmen. Für Willi Sattler, Betriebsrats-Vorsitzender Osram Augsburg steht die langfristige Sicherung von Arbeitsplätzen ganz oben auf der Liste. „Wir müssen die Werke an die neuen Anforderungen des Lichtmarktes zukunftsweisend ausrichten". „Wenn sich keine Lösungen in den Verhandlungen mit der Unternehmensseite abzeichnen, wird es zu Konflikten kommen. Die Belegschaft steht hinter uns, nötigenfalls werden wir den Konflikt auch außerhalb des Betriebes führen", so Armellini von der IG Metall.

Nun ist es amtlich. Der OSRAM Kapazitätsumbau trifft Augsburg. Laut Aussagen von OSRAM sind am Standort Augsburg 350 Stellen zu streichen. Aber auch der Standort in ... [zum Artikel »]

Augsburg Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und Wirtschaftsreferentin Eva Weber zeigen sich besorgt über den angekündigten Stellenabbau bei Osram. Sie ... [zum Artikel »]
Die Helden des regionalen Mittelstandes – wir haben sie aufgespürt und lüften ihre Erfolgs-geheimnisse.
Aktuell: B4B SCHWABEN hat den Geschmacks-Test bei der Eduard Edel Bonbonfabrik gemacht.
Der betriebliche Alltag steckt voller Fragen und Herausforderungen in Sachen IT. Die Antworten finden Sie in unserem neuen B4B SCHWABEN CROSSMEDIA GUIDE.

Die IG Metall Augsburg mit ihrer ersten Bevollmächtigten, Christiane de Santana, zeigt sich besorgt über die kürzlich veröffentlichte Meldung zum ... [zum Artikel »]

Das Siemens-Tochterunternehmen Osram AG hat angekündigt bis 2014 insgesamt 1050 Stellen in Deutschland zu streichen. Grund dafür ist der Vormarsch der LEDs am ... [zum Artikel »]
Lernen Sie Persönlichkeiten aus Bayerisch-Schwaben kennen!
Aktuell: Teneriffa oder Augsburg? Warum es Rüdiger R. Burchardi in die Sonne zieht und wo man den besten Fisch in Augsburg genießen kann verrät er im 101 Köpfe Interview.

Firmenporträts erfolgreicher Unternehmen in Bayerisch-Schwaben, Reporte zu Zukunftsbranchen und Analysen zu Perspektiven der Region.
Mittelstand und Börsengang
Gerade erfolgreiche mittelständische Unternehmen, die expandieren wollen oder ihre Forschung und Entwicklung intensivieren möchten, benötigen ausreichend Kapital. Der Königsweg ist die Finanzierung über ausreichend Eigenkapital.

Die aktuelle Ausgabe
„Bayerisch-Schwäbische Wirtschaft“
jetzt online zum Blättern!