Augsburg | 30.09.2009
Nachwuchselite zeigt Klasse-Arbeiten: Mit einer großen Feier ehrte die Handwerkskammer für Schwaben ihre 54 Kammersiegerinnen und Kammersieger 2009.
„Ein Kammersieg ist ein ganz wesentlicher ‚Baustein' in der beruflichen Karrriere unserer ‚Elite des Handwerks',“ lobte Jürgen Schmid, Präsident der Handwerkskammer (HWK) die Leistung von Schwabens besten Junghandwerkern. Die Teilnahme am Wettbewerb ist freiwillig. In seiner Festansprache stellte Schmid weiterhin fest: „Die Zahl der Damen auf dem Siegertreppchen hat sich im Vergleich zum letzten Jahr fast verdoppelt. Eine Klasse-Leistung, die zeigt, dass tüchtige Frauen bei uns im Handwerk gefragt sind und beste Chancen haben." Den ausbildenden Unternehmen dankte der Kammerpräsident für ihr hervorragendes Engagement.
Beste praktische Arbeit Voraussetzung für Teilnahme
An dem Wettbewerb konnten sich Nachwuchshandwerker bis zu einem Alter von 23 Jahren, in Ausnahmefällen bis zu 25 Jahren beteiligen. Zur Teilnahme gemeldet wurden Absolventen der Gesellenprüfung 2009, die die beste praktische Prüfungsarbeit in ihren jeweiligen Prüfungsbezirken abgelegt hatten. Während bei manchem Gewerk das zur Prüfung angefertigte Gesellenstück für den Wettbewerb ausreichte, mussten in anderen Berufen beispielsweise bei den Friseuren oder im Bau- und Nahrungs-mittelhandwerk zusätzlich Arbeitsproben gefertigt werden. Der Kammersieg ist gleichzeitig die Voraussetzung, an weiteren Berufswettbewerben teilzunehmen. So sind die nächsten Ebenen der Landeswettbewerb und der Bundeswettbewerb.
Universität steht dem Handwerk offen
Präsident Jürgen Schmid zeigte sich in seiner Rede begeistert über die Nachwuchselite des Schwäbischen Handwerks, die mit viel Fleiß, Ausdauer, Mut und Beharrlichkeit diese Herausforderung sehr gut bewältigt hatten: „Wer seine Ausbildung mit einem Kammersieg krönt, der hat bewiesen, dass er über das normal Maß hinaus leistungsfähig und vor allen Dingen leistungsbereit ist.“ Schmid ermunterte die Kammersiegerinnen und Kammersieger, konsequent an ihrem „beruflichen Haus“ weiterzubauen und ihre persönlichen Chancen zu erkennen.
Er forderte zu lebenslangem Lernen und zur Nutzung von Weiterbildungsangeboten, denn mit der Königsdisziplin im Handwerk, der Meisterprüfung, oder auch als Geselle mit einigen Jahren Berufserfahrung, stehe ihnen beispielsweise ja auch die Möglichkeit eines Studiums an der Hochschule offen. Mit Blick auf die Bundestagswahlen am letzten Sonntag forderte er eine politische Neuausrichtung des Landes, denn: „Das Handwerk und der Mittelstand sind schon immer das volkswirtschaftliche Fundament unseres Staate.“
Silberne Ehrennadel für die Ausbilder
Besonderen Dank zollte Präsident Jürgen Schmid den Ausbildern in den Unternehmen. „Hier werden gute Neigungen und Geschick erkannt und gefördert,“ betonte der Präsident in seiner Ansprache und danke allen Betrieben für ihr Engagement. Sieben Ausbilder wurden mit der silbernen Ehrennadel des schwäbischen Handwerks geehrt, da aus diesen Unternehmen bereits zum dritten Mal ein Kammersieger hervorgegangen ist.
Die Listen der Kammersieger/Innen, sowie der Ausbilder, die die silberne Ehrennadel/Urkunde erhalten haben, können im Internet unter www.hwk-schwaben.de (Pressemitteilungen) abgerufen werden. Für ein Gesamtbild aller Sieger und für Fotos der Sieger aus den einzelnen Regionen bitte ich um Kontaktaufnahme.
Die Kammersieger kommen aus folgenden Regionen:
Aichach-Friedberg (1 Sieger)
Augsburg Stadt & Land (15)
Dillingen (2)
Donau-Ries (5)
Günzburg (4)
Kaufbeuren (2)
Kempten (1)
Lindau (3)
Memmingen (1)
Neu-Ulm (3)
Oberallgäu (7)
Ostallgäu (4)
Unterallgäu (6)
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