
Claudia Eberle, Götz Beck, Gerhard Reiter, Eva Weber und Gerhard Tham betrachten die Broschüre des "Kongress am Park Augsburg"
Die in die Jahre gekommene Kongresshalle wird komplett saniert: sie bekommt sogar einen neuen Namen. Auf einer Pressekonferenz informierten die Verantwortlichen über Kosten und Pläne. (Zur Bildergalerie.)
"Wir wollen den Standort Augsburg auch als Messe und Kongressstandort ausbauen", erklärt Eva Weber vom Wirtschaftsreferat der Stadt Augsburg. Bisher sei Augsburg hier zwar kein weißer, aber ein hellgrauer Fleck. Für die Sanierung der Kongresshalle steht ein Investitionsvolumen von 21 Millionen Euro zur Verfügung. Die teuersten Aspekte der Sanierung sind die Erneuerung der Technik, der Fassade und des Dachs.
"Starke Marke Kongresszentrum"
Götz Beck, Tourismusdirektor und Geschäftsführer der Kongresshalle Augsburg erklärt die neue Markenphilosophie für die Kongresshalle. Man will die "starke Marke Kongresszentrum" schaffen. Diese soll sich im Groben auf drei Aspekte stützen: die spannende Architektur der Kongresshalle, Emotionalität (die auf Begegnungen und Veranstaltungen beruht) und das Thema "Park".
Neuer Name: Kongress am Park Augsburg
Für das Corporate Design der Kongresshalle war die Agentur für Gestaltung LIQUID zuständig – auch wenn alle Beteiligten dabei mitgewirkt haben. Die drei wesentlichen Punkte waren die Neubenennung, die Bildmarke und verschiedene Marketingmaßnahmen. So heißt die Kongresshalle von nun an "Kongress am Park Augsburg". Man habe einen Fokus auf den Kongress, aber auch auf den Wittelsberger Park setzen wollen, erklärt Martin Stich von LIQUID diese Entscheidung. Es wurde zudem ein Logo für die Kongresshalle entworfen. Um die Marke Kongresshalle zu stärken hat die Kongresshalle einen neuen Internetauftritt bekommen. Die Kongresshalle ist nun von der Messe getrennt – so auch deren Internetpräsenz. „Früher war das für die Homepage-Besucher oft verwirrend: Besucher der Messe sind bei der Kongresshalle gelandet und anders herum.“, erklärt Anita Durchdenwald von der Kongresshallen Vertriebs GmbH. Außerdem wurde eine neue Verkaufsbroschüre kreiert, der erste Flyer ist gedruckt und ein Logo wurde entworfen.
Wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt Augsburg
Die nächste Phase soll nun sein, das Konzept umzusetzen. Es ist geplant, vor allem Kongress –und Tagugnspartner in der Stadt Augsburg und der Region anzusprechen. "Augsburg und die Region als Tagungs –und Kongressdestination entwickeln", das ist der Plan. Doch die Kongresshalle dient nicht nur als solches – auch Konzerte werden dort abgehalten. Um das Thema Veranstaltungen zu optimieren, möchte man Lines entwickeln. Beispielsweise Klassik-Lines oder Pop-Lines soll es dann geben. "Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt Augsburg" ist die Kongresshalle Götz Beck zufolge. Sie sei wichtig für das Image der Stadt. Und auch im Gebiet Wirtschaftsförderung wird sie als kompetente Tagungsmöglichkeit eine zentrale Rolle einnehmen.
Größte Herausforderung ist der knappe Zeitplan
Für Manfred Deutschmann, stellvertretenden Geschäftsführer der AGS GmbH ist der Umbau eine spannende Aufgabe. Vor einem Jahr habe man den Auftrag erhalten. Die Regierung von Schwaben sei bei der Finanzierung sehr behilftlich gewesen. Mit den Sanierungsarbeiten liegt man im Zeiplan. "Im Augenblick bewegt sich sehr viel." Die größte Herausforderung sei dennoch der knappe Zeitplan.
Die wesentliche Baumaßnahmen
Die beiden Wesentlichen Baumaßnahmen sind die energetische und die sicherheitstechnische Sanierung. Fenster müssen ausgetauscht und das Dach gedämmt werden und selbstverständlich muss die technische Versorgung erneuert werden. Probleme bringt dabei auch die Tatsache mit sich, dass das Gebäude aus den siebziger Jahren denkmalgeschützt ist. Für die Erneuerung der Technik müssen sämtliche Decken abgebaut werden. Damit die Halle mehr Besucher fassen kann, müssen neue Fluchtwege geschaffen werden. Fluchttüren werden durch den Beton geschnitten. „Wir wollen eine Beleuchtungssituation schaffen, die nicht aufdringlich ist, aber die Kongresshalle in Szene setzt.“, verriet Architekt Gerhard Tham von Schuller und Tham Architekten BDA. Dem stimmte auch Stadträten Rose-Marie Kranzfelder-Poth zu: „Es ist Wahnsinn, dass so viel von der Stadt finanziert wird, aber die Bevölkerung so wenig davon sieht.“ Deswegen sei die Illuminierung wichtig. Bisher habe man sich für die Halle eher geschämt und sie zuwachsen lassen. Jetzt mache man ein Bekenntnis.
zurück drucken versenden verlinkenArtikel verlinken
Wenn Sie diesen Artikel von SCHWABEN.B4BMITTELSTAND.DE verlinken wollen, können Sie einfach den nachfolgenden HTML-Code auf Ihre Webseite einfügen:
© SCHWABEN.B4BMITTELSTAND.DE - Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Die Nachrichten sind nur für die persönliche Information bestimmt. Jede weitergehende Verwendung, insbesondere die Speicherung in Datenbanken, Veröffentlichung auf anderen Webseiten, Vervielfältigung und jede Form von gewerblicher Nutzung sowie die Weitergabe an Dritte - auch in Teilen oder in überarbeiteter Form - ohne Zustimmung von vmm wirtschaftsverlag gmbh & co. kg ist untersagt. | Impressum