Augsburg | 23.03.2010

DFB-Pokal (Quelle: FC Augsburg)
Der Weg ins Finale nach Berlin ist für die Fußballer ohne das Handwerk undenkbar. Ohne die Arbeit fleißiger und kreativer Handwerker gäbe es keine maßgefertigten Fußballschuhe für die Profis – aber auch kein Stadion, keine Stadionwurst und vor allem keine Tore.
Er ist knapp sechs Kilo schwer, rund 52 Zentimeter groß und eine der begehrtesten Trophäen im Deutschen Fußball: der DFB-Pokal. Wenn der FC Augsburg heute auswärts gegen Werder Bremen und Schalke 04 am 24. März gegen Bayern München bei den DFB-Pokal-Halbfinalspielen um den Einzug ins Finale kämpfen, streiten sie auch darum, wer dieses Zeugnis erstklassiger Handwerkskunst in Händen halten darf. Die älteste Silbermanufaktur Deutschlands, ein Bremer Handwerksbetrieb, hat den Pokal hergestellt.
Die Wirtschaftsmacht von nebenan
Das Handwerk hat daher alles Recht dazu, so die Handwerkskammer Schwaben, am Rande der Pokalspiele auf seine Leistungen hinzuweisen: Auf den Banden in Bremen, Gelsenkirchen und beim Pokalfinale in Berlin wird der Slogan der in diesem Jahr gestarteten Imagekampagne zu lesen sein: „Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan.“ Mit der Kampagne möchte das Handwerk auf seine wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung aufmerksam machen. Die Bau- und Ausbaugewerke sowie die Elektro- und Metallverarbeitenden Betriebe können stolz sein auf ihre Stadien. Allein in der Veltins-Arena auf Schalke haben sie 40.000 Tonnen Beton verbaut und kilometerlange Kabel für Flutlicht und Videoübertragung gelegt. Für angenehmes Tageslicht sorgt die 13.000 Quadratmeter große Glasfassade eines nordrheinwestfälischen Glasbauers.
Umweltfreundliche Stadien
Bei den aktuellen Umbauarbeiten im Bremer Weserstadion haben die Handwerker zudem die Umwelt im Blick. Nach dem Umbau soll die komplette Energieversorgung aus regenerativen Quellen stammen. Dazu werden insgesamt 200.000 Solarzellen auf dem Dach und der Fassade angebracht. Die Photovoltaikanlage soll jedes Jahr 840.000 Kilowattstunden Strom produzieren. Gebraucht wird der vor allem von den vier Flutlichtern, an denen Handwerker 59 Strahler mit je 2.000 Watt installiert haben.
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