Augsburg | 26.05.2010

Stadt Augsburg unterstützt Karstadt
Die finanzielle Situation der insolventen Kette Karstadt zwingt die Stadt Augsburg zum Verzicht auf die Gewerbesteuer.
Um die insolvente Warenhauskette und zahlreiche Arbeitsplätze zu retten, hat die Stadt Augsburg nun einen entscheidenden Schritt beschlossen: wie viele andere deutsche Städte verzichtet sie vorerst auf die Gewerbesteuer.
Wozu der Verzicht?
Damit der Konzern gerettet und an einen der drei Interessenten verkauft werden kann, müssen laut Insolvenzverwalter Klaus-Hubert Görg 98 Prozent der 94 Kommunen, in denen Karstadt Warenhäuser betreibt, auf die Steuereinnahmen verzichten. Nur vier Städte weigern sich bisher, die Rettungsaktion zu unterstützen. Elf weitere Städte binden ihre Zustimmung an politische Willensbekundungen, wie beispielsweise Standorterhalte. Fraglich ist, ob dadurch der Insolvenzplan in Gefahr ist.
Arbeitsplätze sichern
Dass Karstadt durch die Steuererleichterungen viel Geld sparen kann, ist offensichtlich. Trotz des Verzichts auf die Steuern ist der Stadt der Erhalt der Arbeitsplätze wichtiger; auch angesichts der finanziellen Belastungen die infolge von Arbeitsplatzverlusten in Form von Hartz IV auf sie zukämen.
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