Augsburg | 07.12.2009
KUMAS – Kompetenzzentrum Umwelt e.V. hat in den Räumlichkeiten der LEW Lechwerke AG in Augsburg die diesjährigen Preisträger »Offizielles Leitprojekt 2009 des Kompetenzzentrums Umwelt« ausgezeichnet.
Die Auszeichnung wird bereits seit 1998 jährlich für innovative Verfahren, Produkte, Dienstleistungen, Anlagen, Konzepte, Entwicklungen oder Forschungsresultate vergeben, die in besonderem Maße geeignet sind, die vorhandene Umweltkompetenz der Region zu demonstrieren.
Nach der Begrüßung durch Paul Waning, Vorstandsmitglied der Lechwerke AG, nahmen die diesjährigen Gewinner aus der Hand von Dr. Hermann Teufel, Erster Vorsitzender des KUMAS e.V., ihre Urkunden in Empfang. Das breite Spektrum der im KUMAS-Netzwerk vorhandenen Umweltkompetenz wird an den ausgezeichneten Projekten deutlich, von dem innovativen energieeffizienten und ressourcenschonenden Graphitbaustoff ECOPHIT® über die Entwicklung und Herstellung einer Korrosionssonde für Müll- und Biomasseverbrennungsanlagen bis hin zur energie- und materialoptimierten Hartverchromung in der Galvanik reicht diesmal der Bogen der Innovationen.
Die ausgezeichneten KUMAS-Leitprojekte 2009 sind:
» ECOPHIT® - Der neue Graphitbaustoff für die Gebäudetechnik
Projektträger:
SGL Technologies GmbH, Expanded Graphite, Meitingen
ECOPHIT® ist ein neuer, auf Basis von expandiertem Naturgraphit hergestellter Werkstoff, der eine effektive und umweltfreundliche Gebäudetemperierung aufgrund seiner extrem schnellen und gleichmäßigen Temperaturverteilung ermöglicht.
ECOPHIT® ist der zukunftsweisende Basiswerkstoff für Klimadecken, Flächentemperatursysteme und Latentwärmespeicher.
Die Korrosion im Blick – Online Korrosionsmonitoring in Großfeuerungsanlagen
Projektträger:
Corrmoran GmbH, Augsburg
AMU Anwenderzentrum Material- und Umweltforschung der Universität Augsburg
Das Korrosionsproblem in Müll- und Biomasseverbrennungsanlagen verursacht immense Kosten. Durch die Entwicklung einer Korrosionssonde im Anwenderzentrum für Material- und Umweltforschung der Universität Augsburg – AMU – ist es erstmals gelungen, Korrosion im Abgas von Verbrennungsanlagen in Echtzeit zu messen.
Mit dem Einsatz dieser Sonde kann die Betriebsweise von Verbrennungsanlagen energetisch optimiert und eine Kostenreduzierung vorgenommen werden.
Die wirtschaftliche Verwertung dieser neu entwickelten Korrosionssonde hat die Corrmoran GmbH mit Sitz im UTG in Augsburg übernommen.
» Variable-High-Speed Hartchromanlage »HCr 21«
Projektträger:
Thoma Metallveredelung GmbH, Heimertingen
In der Galvanik werden mithilfe elektrischen Stroms Oberflächen metallisch beschichtet.
Durch intelligente Stromführung, optimierte Kontaktbildung und umfangreiche Wärmerückführungsmaßnahmen ist es gelungen, das galvanische Hartverchromungsvefahren energetisch zu verbessern und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, Schadstoffe zu vermeiden oder zu verringern und den Einsatz natürlicher Rohstoffe zu begrenzen.
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