Augsburg | 22.10.2010

Wirtschaftsminister Zeil in der HWK
Der demografische Wandel birgt Risiken aber auch Chancen. Bayerns Wirtschaftsminister Zeil sprach über die Bedeutung des Wandels für den Mittelstand in der Handwerkskammer Schwaben .
Der demografische Wandel birgt große Gefahren, aber auch Chancen für den Mittelstand. Am Donnerstag, 21.10.10 referierte der Bayrischen Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologien Martin Zeil in der Handwerkskammer Schwaben zum Thema „Wirtschaft und Mittelstand in Zeiten des demografischen Wandels“. Viele Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik haben sich in der Handwerkskammer eingefunden.
Nicht der demografische Wandel ist das größte Problem
Im Fokus der Vorträge stand neben dem Thema Rückgang der Bevölkerung auch die Problematik der Zuwanderung.. Arne von Neubeck eröffnete die von der Friedrich Naumann STIFTUNG Für die Freiheit initiierte Veranstaltung. Welche Auswirkungen hat der demografische Wandel auf den bayerischen Mittelstand Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft waren sich einig: Dem Fachkräftemangel muss entgegen gewirkt werden. Wirtschaft und Politik müssen hier die nötigen Rahmenbedingungen schaffen.
Sicherung von Fachkräften ist Gemeinschaftsaufgabe
Hans Peter Rauch, Vize-Präsident der Handwerkskammer Schwaben stellte die alles entscheidende Frage. „Welche Potenziale sind vorhanden und wie können wir diese fördern?“ Hierüber müssen sich die Vertreter Gedanken machen. 2015 wird eine Lücke von 5200 Fachkräften vorhanden sein. Die Zahl wird sich bis 2030 mehr als verdoppelt haben. Hier muss gehandelt werden. „ Die Arbeitslosigkeit muss abgebaut werden, die Aus- und Weiterbildung gestärkt und die Migration gezielt gestaltet werden“, forderte Wirtschaftsminister Zeil.
Chance für den Mittelstand
„Bayern muss in Zeiten des demografischen Wandels attraktiv sein für die besten Köpfe im In- und Ausland“ betonte Zell. Bayern hat das Potenzial. Das Problem muss jetzt angegangen werden und nicht erst in 20 Jahren, wenn uns der demografische Wandel eingeholt hat. „Leistung muss zählen, nicht das Alter“, so Zeil. . Der Mittelstand hat die Chance auf die eigenen Ressourcen im Inland zurückzugreifen und ältere Mitarbeiter einzustellen. Zeil machte klar: „Wir befinden uns in einem Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte.“ Diesen muss Bayern ganz klar für sich entscheiden.
Zuwanderung braucht ein Konzept
Bisher gab es kein richtiges Konzept für Zuwanderung und Integrationspolitik. Integration darf laut Zeil nicht mit dem Wettbewerb um Fachkräfte vermischt werden. Ein umfassende Lösung kann ein Punktesystem bieten, das in Kanada erfolgreich Fachkräfte ins Land zieht.
Optimistische Zukunftsperspektive
In der abschließenden Podiumsdiskussion wurde rege zu den Themen Zuwanderung und Gestaltung der Rahmenbedingungen diskutiert. Die Teilnehmer zeigten sich zuversichtlich. Der demografische Wandel kann eine Chance für den Mittelstand sein. Fachkräftesicherung wird die Aufgabe der Zukunft bleiben.
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