
Bayerischer Gründerpreis
Bei der Stadtsparkasse ist man zu Recht stolz über die drei von sechs Ehrungen, die beim der Verleihung des Bayerischen Gründerpreises nach Augsburg gingen.
Schön sei es am Mittwoch in Nürnberg bei der Preisverleihung gewesen, so Sparkassen-Vizepräsident Rudolf Faltermeier. Er vergleicht den Kongress mit einer Oscar-Verleihung: „Die Preisträger waren würdig.“ Als „eine Ehre, die noch nie einer bayrischen Sparkasse zuteilwurde“, bezeichnete Dr. Walter Eschle von der Stadtsparkasse Augsburg das Ereignis.
Geehrt wurde Ellinor Holland für ihr Lebenswerk. Der „Sonderpreis“ wurde der Augsburger Gesellschaft für Lehmbau e.V. verliehen und der Preis in der Kategorie „Nachfolge“ ging an das Brauhaus Riegele Augsburg.
Riegele: Traditionsreiche Familienbrauerei
Sebastian B. Priller, der einige Jahre in anderen Sparten gearbeitet hat, entschied sich schließlich doch, in der familieneigenen Brauerei Fuß zu fassen: „Halbes Gehalt aber doppelt Spaß“, begründet er diese Entscheidung im für die Preisverleihung gedrehten Imagefilm. „Die jüngere Generation muss zuhören können, die ältere muss machen lassen“, findet der Vater. Für Dr. Walter Eschle „eine wunderbare Geschichte“. Dr. Sebastian Priller freut sich über den besonderen Preis: „Sowas gibt Schwung in der gemeinschaftlichen Arbeit.“
Gesellschaft für Lehmbau: Beruflicher Wiedereinstieg
Mit dem "Sonderpreis" wurde die ungewöhnliche soziale Arbeit der Gesellschaft für Lehmbau, Bildung und Arbeit e.V. honoriert: angefangen als soziale Gesellschaft, die mit Bauarbeitsmaßnahmen Jugendliche, die aus dem sozialen Netz gerutscht sind, wieder auffängt und ihnen einen beruflichen (Wieder)einstieg ermöglicht, beschäftigt sich die Gesellschaft inzwischen auch mit Themen wie beispielsweise Drogenberatung oder Sozialprojekten im Gastronomiebereich. Die Organisation sei "eine Institution in diesem Bereich und Vorbild in der Sache weit über Augsburg hinaus", so Dr. Gribl. Der Name Lehmbau ist zurückzuführen auf die Anfänge: als die Organisation gegründet wurde, verwendete man Lehm als Baustoff, da dieser damals praktisch nichts kostete. „Sozialarbeit muss sich aus sich selber finanzieren können. Sich finanziell abhängig machen war mir immr schon ein Gräuel.“, so Günter Brandlmiller.
Augsburger Allgemeine und Kartei der Not sind einer Frau zu verdanken
Ellinor Holland wurde für ihr Lebenswerk geehrt. Sie hat gemeinsam mit ihrem Mann die Arbeit ihres Vaters fortgeführt und die Augsburger Allgemeine und das Verlagshaus Pressedruck zu dem gemacht, was es heute ist. „Meine Arbeit besteht darin, dass Sie jeden Tag eine ordentliche Zeitung bekommen.“, sagt Ellinor Holland selbst über ihr Tätigkeitsfeld. „Solange ich die Kraft habe und vor allem den Kopf, solange bin ich weiter in diesem Unternehmen tätig.“ Außerdem hat Ellinor Holland die Kartei der Not gegründet, die unschuldig in Not Geratene unterstützt. "Gut, dass es Sie gibt!", findet Eschle.
Die Stadtsparkasse spendete für soziale Zwecke 5000 Euro an Ellinor Holland, und je 2500 Euro an die Augsburger Gesellschaft für Lehmbau, Bildung und Arbeit e.V. und das Brauhaus Riegele.
Weitere Impressionen von der Pressekonferenz finden Sie i
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