
OB Dr. Kurt Gribl, Staatsminister Martin Zeil, Prof. Dr. Ulrich Buller (FhG), Klaus Hamacher (stellv. Vorstandsvorsitzender DLR)
Mit Unterstützung der Politik konnten in Augsburg Forschungseinrichtungen angesiedelt werden. Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil übergab in einem feierlichen Rahmen die Förderbescheide an DLR und Fraunhofer-Gruppe.
"Heute wird ein Meilenstein gesetzt", freute sich Augsburgs Bürgermeister Dr. Kurt Gribl. Denn es war die Übergabe der Förderbescheide an das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und an die Fraunhofer-Gesellschaft. "Damit können DLR und Fraunhofer-Gruppe planungssicher die vor ihnen liegenden Aufgaben angehen."
"Wir wissen, dass es sich lohnt."
"Ich möchte all denen danken, die am Innovationspark Augsburg beteiligt sind.", so Kurt Gribl. Man habe auf allen Ebenen zusammengewirkt. Das Thema Faserverbund bezeichnete er als Leuchtturm in Augsburg. "Es ist wunderbar, wie in Augsburg geforscht wird. Es muss uns gelingen, auch die Produktion hier zu platzieren." Dafür habe man in Augsburg die besten Voraussetzungen. "Wir wissen, dass es sich lohnt." Bezüglich weiterer Schritte in Richtung "Innovationspark Augsburg" stehe eine Abstimmung zwischen der Stadt Augsburg, dem Innenministerium und dem Finanzministerium an.
In Zukunft investieren
Zur Finanzierung des Technologiezentrums äußerte sich auch Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil. Man habe konkrete Vorstellungen, das Problem sei der Haushalt. Die Frage sei: "Wie können wir die Haushalte so nutzen, dass in die Zukunft investiert wird und nicht in die Vergangenheit?"
"Der Carbonfaser gehört die Zukunft."
Martin Zeil bezeichnete die Ansiedlung des DLR und des Fraunhofer Instituts als entscheidend: Für die Zukunft Augsburgs, vielleicht sogar für Deutschland. "Der Carbonfaser gehört die Zukunft. Und wer die Zukunft gestalten will, wie wir das in Bayern tun, der muss in diesem Bereich ganz vorne mitmachen. So wie wir das in Augsburg tun." Man müsse nun "den Weg für noch mehr Exzellenz auf dem Gebiet bereit machen." Es sei wichtig, "den Weg, rechtzeitig zu investieren, nicht zu unterbrechen."
Martin Zeil übergibt Förderbescheide in Höhe von rund 24 Millionen Euro
Damit Schwaben zum südlichen Faserverbundszentrum in Europäischem Rang wird, investiert Bayern: Martin Zeil Übergab dem Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) in Augsburg Förderbescheiden in Höhe von insgesamt rund 24 Millionen Euro. Martin Zeil: "Ich freuen mich, dass Augsburg Standort der renommierten Fraunhofer-Gesellschaft und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt geworden ist. Damit stärken wir die hervorragende Forschungsinfrastruktur in Schwaben weiter." Die Bayerische Staatsregierung unterstützt im Rahmen der "Forschungsoffensive Faserverbundtechnologien und Mechatronik für Bayerisch-Schwaben" den Standort Augsburg insgesamt mit einer Förderung in Höhe von 53 Millionen Euro. Zentrale Elemente der Forschungsoffensive sind der Aufbau eines DLR Zentrums für Leichtbauproduktionstechnologie, einer FhG-Projektgruppe für Funktionsintegrierten Leichtbau und einer FhG-Projektgruppe für Ressourceneffiziente mechatronische Verarbeitungsmaschinen. Die Stadt Augsburg leistet einen zusätzlichen Beitrag von insgesamt 8,5 Millionen Euro. Ziel ist die Entwicklung eines süddeutschen Faserverbund-Forschungswerkes von europäischem Rang.
Lob an das Engagement der Stadt Augsburg
Klaus Hamacher, stellvertretender Vorsitzender der DLR, dankte vielfach für die Spende und gab einen Ausblick auf die Forschungsbereiche, die damit finanziert würden. "Was ich hier in Augsburg zum ersten Mal erlebe, ist dass sich die Stadt selbst dermaßen engagiert." Prof. Dr. Ulrich Buller vom Fraunhofer-Institut brachte seine Freude über die enge und gute Zusammenarbeit mit der Universität Augsburg zum Ausdruck. "Es ist schön, wie viele Mittelständische Unternehmen hier mitmachen", sagte er außerdem. Wichtig sei nun, im Bereich Faserverbundsstoffe, zu forschen und Produktionswege zu schaffen, die billig sind. Er ist optimistisch: "Wir haben exzellente Führungspersonen." Sowohl die Räume des Fraunhofer-Instituts als auch des DLR in Augsburg werden voraussichtlich bis Ende 2012 bezogen. Sie fassen jeweils 40-50 Mitarbeiter.
Zahlreiche Fotos von der Übergabe finden Sie
in unserer Bildergalerie.
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