Augsburg | 01.07.2010
Verspätete Züge und zu wenige Sitzplätze – das sind leidige Themen. Beim Gespräch mit der DB Regio AG im Landratsamt Augsburg wurde darüber diskutiert.
Anfänglich gab es Schwierigkeiten. Doch mit dem Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn im Dezember 2009 konnte der Fugger-Express vollständig an den Start gehen. Reibungslos verläuft immer noch nicht alles. Dennoch hat sich in den vergangenen Monaten auf der Strecke zwischen Ulm – Augsburg – München vieles getan. Zu einem Gespräch über den aktuellen Stand und weitere Verbesserungsmöglichkeiten traf man sich im Landratsamt Augsburg.
Anwesend waren Vertreter der beeinflussenden Gesellschaften: DB Regio AG, Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), AVV und Pro Bahn. Außerdem anwesend beim Gespräch über die Deutsche Bahn war auch Landrat Martin Sailer. Auch die Bürgermeister Otto Völk (Diedorf), Peter Baumeister (Dinkelscherben), Silvia Kugelmann (Kutzenhausen) und zweiter Bürgermeister Otto Hochmuth (Gessertshausen) diskutierten mit.
89,6 Prozent der Züge der Deutschen Bahn pünktlich
Die Pünktlichkeit der Züge ist ein großes Thema. Im Schnitt lag sie in den vergangenen Monaten bei 89,6 Prozent. Es gab einige singuläre Ereignisse, die im Monat Mai für Verspätungen bei der Deutschen Bahn gesorgt hatten: Der Ökumenische Kirchentag in München, ein liegengebliebener Güterzug oder technische Störungen an der Infrastruktur. Das erläuterte Bärbel Fuchs, kaufmännische Geschäftsführerin der DB Regio AG. Ziel sei eine Pünktlichkeit von 95 Prozent. Es werde daran gearbeitet, dass dies erreicht werde und die Pünktlichkeit weiter zunehme, betonte Fuchs. Es gebe "immer mal wieder Ausreißer nach unten". Dennoch dürfe man nicht vergessen, dass es Monate mit sehr wenigen Verspätungen der Bahn gebe.
Dinkelscherben - Augsburg: Genügend Sitzplätze?
Beliebt ist auch die Frage nach der Zahl der Sitzplätze in den Zügen zwischen Dinkelscherben und Augsburg Hauptbahnhof. Hier gibt es immer Diskussionsbedarf. Vor kurzem wurde auf dieser Strecke gemeinsam mit ProBahn eine Fahrgastzählung durchgeführt. Das Ergebnis: es gibt mehr Sitzplätze als Fahrgäste. Das betonte Michael Pfister, Teilnetzmanager der DB Regio AG. Klaus Böhme von ProBahn bestätigte seine Aussage. Bärbel Fuchs sprach in diesem Zusammenhang von einer guten und konstruktiven Zusammenarbeit mit ProBahn.
Dinkelscherben - Augsburg: so viele Bahn-Reisende wie nie zuvor
Erfreulich sei die Entwicklung bei den Bahn-Reisenden-Zahlen zwischen Dinkelscherben und Augsburg. Auf dem Abschnitt zwischen Neusäß und Oberhausen wurde im Vergleichszeitraum Januar bis April eine Steigerung von 5500 auf 6200 Kunden festgestellt. Das ist das stärkste Bahn-Reisenden-Aufkommen bisher auf dieser Strecke. Verbesserungen soll es noch im Bereich der Kundeninformation und Kundenbetreuung der Deutschen Bahn geben. Fahrgäste zeitnah und umfassend über Verspätungen und die entsprechenden Gründe zu informieren: Dieser dringende Wunsch wurde hier geäußert. Dafür zeigte Bärbel Fuchs von der Deutschen Bahn großes Verständnis: "Wir verstehen die Verärgerung wenn keine Information erfolgt."
Zudem kündigte sie an, dass im Frühjahr nächsten Jahres der Schiebetritt in Betrieb gehen werde. Das bedeutet, dass sich die Einstiegshöhe an den Bahnsteigen verringert. Komfort und Sicherheit sollen damit steigen. Auch in Zukunft sollen solche Gesprächsrunden im Landratsamt stattfinden. Im Herbst ist das nächste Treffen geplant.
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