Augsburg | 26.05.2010
In nur 62 Stunden wurde an Pfingsten eine 3000 Tonnen schwere Bahnbrücke in das Gleisbett der Strecke von Augsburg nach Donauwörth eingeschoben.
Künftig wird das Güterverkehrszentrum (GVZ) Region Augsburg am südlichen Ende direkt an die Bundesstraßen B2 und B17 angeschlossen sein. Denn die Memminger Firma Josef Hebel montierte die bereits vorbetonierte Eisenbahnbrücke in einer Stunde und 15 Minuten sicher an ihrem Bestimmungort.
Auftraggeber ist der GVZ-Planungsverband der Städte Augsburg, Neusäß und Gersthofen, in Kooperation mit dem Tiefbauamt der Stadt Augsburg als Bauherr.
Projekt ist ein Meilenstein
Über 29 Meter Distanz wurde die Brücke mit hydraulischen Pressen an ihre Position ins Gleisbett eingeschoben. Dazu baute ein 30-köpfiges Team in einem auf die Minute getakteten Projektplan den Gleiskörper auf einer Länge von 100 Metern ab, versetzte die Oberleitung und entfernte 11000 Kubikmeter Bahndamm. Nach Einmaß und Lagekontrolle wurde die Brücke mit 2.500 Kubikmetern Schüttmaterial hinterfüllt, die Gleise wieder eingebaut und die Oberleitung an ihren Platz zurückverlegt.
GVZ somit voll erschlossen
Maßgeblich beteiligt an dem Projekt sind die Deutsche Bahn mit ihren Fachdiensten als Anlagenbetreiber sowie das Eisenbahnbundesbahnamt als Überwachungsbehörde. "Die Brücke ermöglicht neben der nördlichen Anschlussstelle an die Bundesautobahn A8 eine direkte Anbindung an die Bundesstraßen B2 und B17 im Süden", erklärt Nicole Christ, die technische Geschäftsführerin des GVZ Planungsverbandes. Damit ist das bundesweit jüngste Güterverkehrszentrum voll erschlossen und liegt nicht nur baulich im Plan. Von der 62 Hektar großen Gewerbefläche sind bereits 35 Prozent vermarktet. 2012 soll die Inbetriebnahme eines Terminals für den kombinierten Verkehr erfolgen.
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